MONTAGE + EINRICHTUNG2020-03-26T16:19:00+01:00

Montage und Einrichtung Ihrer Bewässerungsanlage

Im Anschluss werden die Schritte zur Installation ihrer Bewässerung beschrieben, von den Grabungsarbeiten, Zusammenschließen der Komponenten, Testlauf bis zur Feinjustierung der Regner und Sprüher.

Grundvoraussetzung um mit den Montage- und Installationsarbeiten zu beginnen ist es, dass Sie die Planungsarbeiten vollständig abgeschlossen haben. Das heißt Sie haben einen Plan erstellt, wie die Bewässerung aussehen wird und haben sich überlegt, welche Komponente an welcher Stelle angebracht wird. Sie sollten sich auch bereits die konkreten Produkte überlegt haben, die Sie verwenden möchten, da diese die im Plan angenommenen Leistungsdaten wie zB. Wurfweite erfüllen müssen. Nun können Sie mit dem ersten Umsetzungsschritt beginnen …

… oder vorher noch testen?

Dieser Schritt ist nicht obligatorisch, aber wenn Sie sich noch etwas unsicher sind …

  • ob Sie alles korrekt geplant haben?
  • wie Sie mit den Produkten zurecht kommen und wie deren Montage funktioniert?
  • ob die gewählten Produkte wirklich die richtigen sind?
  • und ob sie die eingeplanten Leistungsdaten erfüllen?
  • das ganze vor Beginn der Arbeiten noch einmal im Kleinen testen möchten?

… oder wenn Sie einfach auf Nummer sicher gehen möchten nichts übersehen zu haben, dann können Sie vorher noch am Trockenen testen. Dazu gibt es fertig zusammengestellte Test-Sets, welche die wesentlichen Komponenten einer Bewässerung bzw. Mikrobewässerung beinhalten. Oder Sie stellen sich einfach selbst so ein Set zusammen, mit dem Sie die wesentlichen Teile Ihrer Bewässerung testen können. Wie das funktioniert und wo es solche fertigen Test-Sets gibt, erfahren Sie im Blogbeitrag zu den Bewässerungs-Testsets.

Damit nun aber zum ersten Montageschritt:

Erdgräben ausheben

Bevor es mit dem Graben losgehen kann, ist zuerst einmal der zu grabende Kanal und die im Erdreich zu vergrabenden Komponenten wie Regner, Wassersteckdosen etc. zu markieren. Dazu nimmt man den erstellten Plan zur Hand und überträgt diesen so genau wie möglich auf die Rasen- bzw. Erdoberfläche. Das kann man mit Schnüren tun, die man entlang des Kanals legt und die Regner etc. können zB. mit größeren Steinen oder in die Erde gesteckten Stangen gekennzeichnet werden. Wenn man ganz professionell sein möchte, oder diesen sowieso zu Hause hat, kann man auch einen Markierspray dafür benutzen. Wirklich notwendig ist das aber nicht, besser Umwelt und Geldbörse schützen und einfach Dinge dafür verwenden, die man vor Ort verfügbar hat.

Beispiel für eine mögliche Kennzeichnung

Tiefe des Grabens?

Nun stellt sich als erstes die Frage, wie tief der Graben sein soll. Antwort: In etwa 30 Zentimeter. Das ist ca. eine Spatenlänge tief und damit eine Tiefe,  in der Rohre vor einer versehentlichen Beschädigung recht gut geschützt sind. Um einen absoluten Frostschutz zu erreichen, ist die Tiefe zu gering, dieser wird mit anderen Maßnahmen wie dem Ausblasen der Rohre vor dem Winter oder eingebauten Entwässerungsventilen erreicht. An den Stellen, an denen die Regner und andere Komponenten eingebaut werden sollen, ist etwas tiefer zu graben, da diese zusätzlich noch mit Kies unterfüttert gehören.

Die nächste Frage ist, ob einfach manuell mit Schaufel gegraben wird, oder elektronische Hilfsmittel zu Hilfe gezogen werden. Für kleine und mittlere Gärten wird es für die meisten Menschen kein Thema sein, das per Hand zu erledigen. Je nach Grabenlänge und Anzahl der helfenden Hände, lässt sich das in ein paar Stunden oder wenigen Tagen erledigen.

Grabenfräsen

Bei größeren Gärten, oder wenn man nicht mehr ganz so fit ist, kann es sich lohnen eine Grabenfräse zu benutzen. Grabenfräsen sind in der Anschaffung recht teuer, im Preisbereich von mehreren Tausend Euro, weshalb man sie für den einmaligen Gebrauch in der Regel mietet. Sie ziehen mit purer Kraft eine schmale, nur wenige Zentimeter breite, Schneise in den Erdboden. Das hat auch den Vorteil, dass viel weniger Aushubmaterial als beim manuellen Graben anfällt, also auch weniger Erde im Weg herum liegt bzw. zur Seite geschafft werden muss.

Die Grabenfräsen werden so angewandt, dass man sie an die Anfangsstelle bringt und dort durch Absenken eines rotierenden Metallstücks, das wie eine grobe Kettensäge oder eine grobzackige Kreissäge aussieht, bis zur vorgesehenen Tiefe in die Erde graben lässt. Im Anschluss wir die Grabenfräse im Rückwärtsgang langsam entlang des vorgesehenen Grabens entlang gezogen und fräst dabei einen schmalen Kanal in die Erde. Es existieren zwei Typen von Grabenfräsen: Die klassische Grabenfräse ist ein sehr schweres, fix mit einem Fahrwerk verbundenes Gerät, das man sich normalerweise auf einem Autoanhänger ausborgt. Der zweite Typ Grabenfräse ist ein modernes Handgerät, und mit weniger als 20 Kilo vergleichsweise ein Leichtgewicht. Sie ist also sehr mobil einsatzfähig und kann problemlos transportiert werden. Sie wird entweder mit 2 Händen bedient und händisch den Graben entlang gezogen oder man setzt sie auf einen zusätzlich erhältlichen, ebenfalls sehr leicht und handlich gebauten Wagenaufsatz.

Damit Sie sich ein besseres Bild der 2 Typen machen können, unten stehend jeweils ein Beispiel zu jedem der Typen:

Klassische Grabenfräse Mobile Grabenfräse

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau und wird in nächster Zeit sukzessive erweitert.

Und los geht’s …

Die Art und Weise wie man gräbt, kann man sich einfach so einrichten, wie es einem am angenehmsten ist und wie man am schnellsten voran kommt. Das wird auch sehr davon abhängen, wie fest das Erdreich ist. Im einfachsten Fall wird der Graben einfach Schaufel für Schaufel ausgeschaufelt, bei sehr hartem Boden oder wenn sich Gesteinsschichten im Boden befinden, kann auch der Griff zum Pickel notwendig werden.

Wie schön die Gräben dabei ausgeführt werden, spielt im Grund genommen keine Rolle, solange man die notwendige Tiefe erreicht. Auf die Breite gehe ich bewusst nicht ein, weil nur eine sehr geringe Breite im Ausmaß des Rohrdurchmessers notwendig ist, die man sowieso weit überschreitet. Die Herausforderung ist eher, nicht zu breit zu werden, damit der Aushub nicht unnötig große Ausmaße annimmt. Ich selbst arbeite gerne so, dass ich zuerst entlang des auszuschaufelnden Kanals mit dem tief mit dem Spaten einsteche und das dann ca. 10 Zentimeter versetzt noch einmal wiederhole. Den eingestochenen 10 Zentimeter breiten Streifen schaufle ich dann in einem zweiten Arbeitsgang aus.

Die ausgehobene Erde schiebe ich dann entweder nur leicht zur Seite, sodass keine Erde zurück in den Graben fällt. Oder, wenn die Arbeiten auf einem bereits bestehenden Rasen erfolgen, wird die Erde weggeführt und zwischengelagert. Der Rasen würde sonst unter der Erde erstickt.

Tipp: Zu größeren Bäumen – wenn möglich – zumindest einen 1 Meter Abstand halten, da die Grabungsarbeiten sonst durch die Wurzeln deutlich erschwert werden!

Tipp: Wo es möglich ist, sollten Sie scharfe Ecken im Graben möglichst vermeiden, da diese zusätzlichen Wasserdruckverlust bedeuten. Stattdessen Rohre in möglichst langgezogenen Kurven um die Ecken führen!

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Die Gardena Wassersteckdose dient im Garten als zusätzliche Wasserquelle, die mittels Pipeline an den Garten-Wasserhahn oder an eine Gartenpumpe angeschlossen wird. An die Gardena Wassersteckdose kann standardmäßig der übliche 1/2 Zoll Schlauch angeschlossen werden. [...]