Um eine möglichst gleichmäßige Druckverteilung zu erreichen, werden die Regner idealerweise nicht einfach nacheinander in Reihe an die Pipeline angeschlossen, sondern in Systemen, die für eine möglichst gleichmäßige Druckverteilung sorgen. Andernfalls könnte der erste Regner in der Reihe deutlich mehr Druck abbekommen als der letzte, was zu einem ungleichmäßigen und nicht der Planung entsprechenden Sprühbild führen kann. Hier ein Beispiel für eine solches In Reihe-System:

Die Regner werden in Reihe von der Pipeline mit Wasser versorgt

Hier sind 6 Regner (als ausgefüllte Kreise gezeichnet) zu versorgen. Die Pipeline hat vom Wasseranschluss weg zuerst einmal die Strecke bis zum Beginn des Beregnungssektors zu überbrücken. Sie wird dann direkt mit dem ersten Regner verbunden und läuft dann nacheinander durch die fünf weiteren Regner. Nach dem sechsten Regner endet sie.

Die folgenden 2 Systeme sorgen im Vergleich zu einem solchen In-Reihe-System für eine gleichmäßigere Druckverteilung:

Regnerkreis

Die Regner werden so miteinander verbunden, dass sie einen abgeschlossenen Kreis bzw. Ring bilden. Das Wasser strömt so gleichmäßig von beiden Seiten des Ringes in die Pipeline, was für eine gleichmäßigere Druckverteilung sorgt. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Parallele Verbindung

Hier wird in der Mitte ein Verteilungsstrang eingeplant, von dem dann parallel die Rohrleitungen zu den Regnern weggehen. Das sieht für unser Beispiel wie folgt aus:

Auf der Skizze sieht das vereinfacht so aus, als wären an den Schnittpunkten zu den Regnern kreuzförmige Verteiler angebracht, die das Wasser in 4 Richtungen verteilen. In der Praxis gibt es solche kreuzförmigen Verteiler jedoch nicht, man erreicht das oben beschriebene durch unmittelbares hintereinander Setzen von T-Stücken:

Auf ein T-Stück, das nach links abzweigt folgt unmittelbar ein nach rechts abzweigendes T-Stück

Alternative: druckregulierende Regner

Die zwei oben beschriebenen Techniken helfen eine möglichst gleichmäßige Druckverteilung in der Pipeline zu erreichen. Je nachdem wie die Regner verteilt sind, kann es jedoch recht mühsam und materialintensiv sein, diese umzusetzen. Als Alternative dazu bietet sich die Nutzung von druckregulierenden Regnern an, eine Innovation, die seit einigen Jahren von großen Herstellern angeboten wird. Die druckregulierenden Regner regeln den Druck automatisch auf ein fix vorgegebenes Höchstmaß herunter und ersparen einem so einiges an Planungsarbeit und Aufwand bei der Pipelineverlegung.

Beispiel: Ein Regner ist auf 2,8 bar druckreguliert. Beim ersten Regner in der Pipeline kommen 3,2 bar Druck an. Im Regner wird dieser Druck auf 2,8 bar reduziert. Das Wasser läuft weiter zum 2ten Regner und kommt dort mit 3,1 bar Druck an. Wieder wird der Druck im Regner auf 2,8 bar reduziert. Das setzt sich so bis zum letzten Regner fort. Im Endeffekt arbeiten alle Regner mit 2,8 bar Druck. Natürlich nur dann, wenn der Ausgangsdruck hoch genug war, also beim letzten Regner noch zumindest 2,8 bar ankommen.

Diese Druckregulierung ist entweder fix in den Regner eingebaut oder sie passiert über das Regnergehäuse. Unabhängig davon welche Düse man im Gehäuse verwendet, kommt demnach immer nur maximal der vom Gehäuse zugelassene Druck bei der Düse an. Das Umsetzen der weiter oben empfohlenen Systeme (Regnerkreis bzw. parallele Verbindung) ist damit nicht mehr notwendig. Die Regner können so – wie es sich am einfachsten umsetzen lässt – an die Pipeline angebunden werden.