Bis vor kurzem gab es für alle, die Bedarf an einem kostenlosen Online Tool zur Planung ihrer Gartenbewässerung hatten, nur eine Alternative, den myGarden Planer von Gardena. Nun ist mit DVS Beregnung ein zweiter Anbieter in den Ring gestiegen. Wie sich der DVS Beregnungsplaner im Vergleich schlägt, wie er funktioniert und warum ich ihn als derzeit besten Online Bewässerungs-Planer weiterempfehle, erkläre ich in den folgenden Zeilen.

Damit gleich am Anfang zum wichtigsten Punkt: Lohnt sich die Nutzung des DVS Beregnungsplaners und wie schlägt er sich im Vergleich zum Gardena myGarden Planer?

Meine klare Antwort: Das Gardena Tool wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert und ist mittlerweile ein solides Hilfsmittel, das DVS Tool ist aber noch einmal eine Klasse besser. Wirklich ein tolles Hilfsmittel für eine Bewässerungsplanung! Hier wurde das Fachwissen von Bewässerungsexperten sehr gelungen in einem Programm abgebildet, sodass man auch als Laie eine sehr professionelle Bewässerung planen kann.

Die Anwendung ist für den User nicht schwieriger als das Gardena Programm, im Hintergrund werden vom Programm aber zahlreiche potentielle Probleme automatisch umschifft bzw. wichtige Details automatisch beachtet. Dabei hat es den großen Vorteil, dass DVS Beregnung für die Planung aus den besten am Markt erhältlichen Produkten unterschiedlicher Hersteller wählt, wohingegen Gardena auf das eigene Sortiment eingeschränkt ist. Der automatische Vorschlag zur Regnerpositionierung war in meinen Testvergleichen in vielen Fällen deutlich engmaschiger und detaillierter als im Gardena Tool, so dass man der optimalen Wurfkreisüberlappung recht nahe kam.
Außerdem sorgt das Programm beim Setzen der Regner automatisch für eine gleichmäßige Niederschlagsrate (MPR). Dazu greift es auf das Hunter MP-Rotator Regnersortiment zurück, das das MPR-Prinzip fix integriert hat (siehe auch Beitrag Regnertipp Hunter MP-Rotator). Durch den Vorschlag der passenden Gehäuses wird auch automatisch die Druckregulierung mit berücksichtigt, so dass alle Regner in der Pipeline den gleichen Druck erhalten, in manchen Konstellationen schlägt das Tool zudem automatisch die Verlegung eines druckausgleichenden Ringkreises in der Pipeline vor. Die Steuerung wird professionell mit Beregnungscomputern zur Ventilsteuerung und Magnetventilen vorgeschlagen und bei Bedarf werden auch Sonderwünsche wie die Realisierung eines trinkwassertauglichen Systems und einiges mehr mit beachtet.

Wie funktioniert der DVS Beregnungsplaner?

Der DVS Beregnungsplaner ist webbasierend, funktioniert also ohne Download einfach durch Aufruf im Webbrowser sowohl am stationären Computer, als auch über Mobilgeräte. Zur Nutzung ist eine kostenlose Online-Registrierung bei DVS Beregnung erforderlich. In Folge erhält man bei Neuanlage eines Planes automatisch eine E-Mail mit der direkten Webadresse des Planes zugesandt. So kann man – sollte man beim Planen unterbrochen werden – den Plan zu einem späteren Zeitpunkt komfortabel und von jedem Gerät aus wieder aufrufen und die Planung fortsetzen.

Die Planung erfolgt in 5 Schritten, die ich in Folge vorstelle. Diese Schritte sind in der vorgegebenen Reihenfolge zu durchlaufen. Sobald man Schritt 1 korrekt ausgeführt hat, schaltet sich das Menü zum nächsten Schritt frei und man kann zu Schritt 2 wechseln. Ein Retourgehen zu einem früheren Schritt, um Korrekturen durchzuführen ist jederzeit problemlos möglich. Die 5 Schritte sind:

  • Plan zeichnen und festlegen, welche Bereiche bewässert gehören und welche nicht
  • Regner platzieren
  • Wasseranschluss und geplante Steuerung festlegen
  • Sektoren und Pipelineverlauf planen
  • Einkaufsliste kontrollieren und ggf. anpassen

Menüs und Werkzeuge

Diese 5 Schritte und in welchem der Schritte man sich gerade befindet, wird einem anhand der oben mittig angezeigten Iconleiste angezeigt:

Im angezeigten Beispielbild befindet man sich noch im ersten Menü „Plan zeichnen“ und kann noch nicht in den zweiten Schritt wechseln.

Die nutzbaren Werkzeuge werden in einer Werkzeugleiste auf der linken Seite der Planungssoftware angezeigt. Diese ändern sich abhängig vom gerade ausgewählten Menüpunkt. Nur das Auswahlpfeil Symbol, um Objekte zu markieren und der kreisförmige Pfeil nach links bzw. rechts (letzte Aktion rückgängig machen bzw. wiederherstellen) stehen Menü übergreifend zur Verfügung. Das gilt ebenso für die unten in der Mitte angezeigte Schaltfläche. Mit Klick auf Plus und Minus kann der Plan ein- oder ausgezoomt werden, mit dem Raster Symbol lässt sich das quadratische Raster ausblenden und durch Aktivierung des Hand-Symbols kann man den gesamten Plan verschieben. Alles sehr praktisch und intuitiv zu bedienen.

Bei Auswahl eines Objektes erscheint in manchen Fällen auf der rechten Seite ein Eigenschaften-Fenster, in dem man weitere Eigenschaften zum Objekt definieren kann.

Zur mit dem Freihandwerkzeug angelegten Beregnungsfläche kann man im Menü rechts weitere Eigenschaften festlegen

Im Anschluss eine Beschreibung der 5 zu durchlaufenden Arbeitsschritte:

Planungsschritt 1 – Zeichnen des Planes und der zu bewässernden Flächen

Man kann die Planung entweder von einem weißen Blatt Papier weg starten, oder alternativ einen bestehenden Gartenplan als Bilddatei hochladen. In beiden Fällen ist die zu bewässernde Rasenfläche am Plan zu definieren. Mit dem hoch geladenen Plan tut man sich allerdings etwas leichter, da man die betreffenden Flächen des Planes einfach nur nachzeichnen braucht.

Zum Zeichnen der Flächen hat man drei Möglichkeiten:

Rechteck Werkzeug

Dient zum Zeichnen von rechteckigen Flächen. Durch Auswahl des Werkzeuges und Klick auf die Zeichnungsfläche wird ein kleines Quadrat hinzugefügt. Dieses verändert man im Anschluss durch Ziehen der Seitenlinien auf die benötigte Größe.

Kreis Werkzeug

Damit können kreisförmige oder ovale Flächen gezeichnet werden.

Freie Formen Werkzeug

Erlaubt das Zeichnen von unregelmäßigen Formen. Durch jeden Klick wird ein Eckpunkt hinzugefügt. Dabei ist zu beachten, dass nur so viele Eckpunkte wie notwendig zu setzen sind, da sonst das Setzen der Regner unnötig verkompliziert wird.

Beispiel für eine freie Form

Die gesetzten Eckpunkte werden als Quadrate dargestellt. Zusätzlich werden an den Mittelpunkten der gezeichneten Geraden Kreise angezeigt. Durch Klick auf einen dieser Kreise kann die Gerade in eine Rundung abgewandelt werden. Im Anschluss wurde die Gerade rechts unten abgerundet.

Freie Form mit Rundung

Zu jeder gezeichneten Fläche ist zu definieren, um welche Art von Fläche es sich handelt. Standardmäßig geht das Programm von einer Rasenfläche aus und dass unter der Fläche die Verlegung von Leitungen möglich ist.

Eigenschaften einer als Rasenfläche definierten Fläche.

Alternativ zur Rasenfläche gibt es noch 3 weitere Möglichkeiten, eine Fläche zu definieren:

  • Als Beet & Hecke – für mittels Mikrobewässerung zu bewässernde Flächen. Für diese macht das Tool keinen detaillierten Regner- und Pipelineplan, errechnet aber aufgrund der Quadratmeteranzahl das benötigte Material zum Anschluss und zur Wasserversorgung. Wobei hier immer von einer Versorgung mittels Tropfrohr ausgegangen wird.
  • Als Fläche, die trocken bleiben muss – für sensible Flächen, die auf keinen Falle von der Bewässerung erfasst werden sollen, zB. die Terrasse.
  • Als Fläche, die nass werden darf – eine Fläche als solche zu definieren, hat den Vorteil, dass der automatische Planer bei Bedarf für eine optimale Bewässerung minimal in diese Flächen hineinregnet. Im Gegensatz zur zuvor definierten Flächenart, bei der das strikt vermieden wird.

Und für alle 4 Flächenarten ist zusätzlich zu definieren, ob darunter Leitungen möglich sind, also ob die Pipeline durch diese Flächen geführt werden darf. Diese Option ist standardmäßig aktiviert, muss bei Bedarf also deaktiviert werden. Zum Beispiel wenn es ein bestehender Weg nicht erlaubt, darunter Rohre zu verlegen.

Hereinladen eines bestehenden Planes

Optional zum Start mit einem leeren Blatt Papier, kann man auch einen bestehenden Grundstücksplan herein laden. Mit dem Mess-Werkzeug teilt man dem System mit, in welchem Maßstab der Plan ist. Dazu markiert man einfach eine beliebige Gerade des Planes und gibt dem System bekannt, wie lang diese ist.

Hier wird die untere Seite des rechteckigen Gartens mit dem Mess-Werkzeug markiert und dem System mitgeteilt, dass diese 12 Meter misst

Aufgrund der eingegebenen Länge errechnet das System automatisch den Maßstab des Planes und fügt einen Raster hinzu. Der Plan wird dazu praktischerweise zu einem gewissen Grad durchsichtig gemacht, so dass man sowohl Raster, als auch Plan sieht.

Vermessener, mit Raster unterlegter Plan

Alles weitere funktioniert nun genau gleich, wie wenn man vom leeren Blatt Papier beginnt. Im ersten Schritt sind nun also, wie zuvor beschrieben, die zu bewässernden Flächen zu definieren. Die werden hier einfach auf den Plan gezeichnet:

Große Rasenfläche vor dem Haus mit Terrasse, Rasenstreifen hinter dem Haus und Beetfläche rechts davon

Das Zeichnen der Flächen geht mit den Zeichenwerkzeugen sehr einfach und schnell. Den unteren Teil habe ich mit dem Freiform-Werkzeug gezeichnet. Die zwei anderen Flächen mit dem Rechteck-Werkzeug. Die Flächen bleiben nach erstmaligem Zeichnen jederzeit veränderbar, hat man also an manchen Stellen etwas daneben gemalt, dann kann man das problemlos korrigieren. Die anderen Stellen lasse ich frei. Das System geht dann davon aus, dass unter diesen eine Pipeline verlegt werden darf und das sie minimal beim Regnen überlappt werden dürfen. Will man das nicht, dann muss man diese explizit als Flächen die trocken bleiben müssen bzw. Flächen, unter denen keine Pipeline möglich ist definieren. In dem Fall trifft das auf jeden Fall auf das Haus und die Terrasse davor zu, daher markiere ich diese nun noch als trocken zu bleibende Fläche ohne Pipeline:

Haus und Terrasse wurden nun als auszusparende Flächen markiert

Abschließend markiere ich im oberen Bereich seitlich des Rasenstreifens und über dem Rasenstreifen das Nachbargrundstück auch noch als Fläche, die tabu ist. Das tue ich deswegen, weil am Rasenstreifen hinter dem Haus in weiterer Folge der Wasseranschluss platziert wird. Da die Pipeline aufgrund der Programmautomatik immer auf dem kürzesten Weg vorgeschlagen wird, würde dieser Vorschlag sonst über das Nachbargrundstück statt rechts am Haus vorbei führen. Daher kessle ich den Rasenstreifen ein, sodass nur mehr der gewünschte Weg möglich bleibt. Theoretisch kann man natürlich auch das gesamte Nachbargrundstück so markieren, ich habe das hier auf das Notwendige beschränkt.

Zusätzlich sind nun Teile der Nachbargrundstücke als nicht nutzbar markiert

Da die Flächen nun eingezeichnet sind, ist es Zeit zum nächsten Schritt zu wechseln.

Planungsschritt 2 – Regner platzieren

Wie der Gardena Planer hat der DVS Planer dazu eine Automatik eingebaut, welche einen Vorschlag für die Platzierung der Regner macht. Das geschieht automatisch mit Wechsel zum Regner-Menüpunkt. In meinem Beispielfall sieht der Vorschlag so aus:

Automatischer Vorschlag des Systems zur Regnerplatzierung

Die Automatik orientiert sich immer an den Prinzipien der Quadratformation und versucht diese so weit als möglich einzuhalten. In meinem Beispielfall sieht man im oberen Streifen die Quadratformation lehrbuchmäßig umgesetzt, im unteren größeren Rasenbereich war diese für die Automatik aufgrund der schwierigeren Form nicht an allen Stellen zu 100% einzuhalten, aber auch hier ist der Vorschlag durchaus noch ok. Dass die Quadratformation nicht an allen Stellen 100%ig eingehalten werden kann, ist normal. Das geht auch beim fachmännischen manuellen Planen nicht immer 100%ig. Aus meiner Sicht aber ein passabler Erstvorschlag. Trotzdem sollte es einem immer bewusst sein, dass es sich um einen mittels Algorithmus erstellten Vorschlag handelt. Dieser ist zwar nach meinen bisherigen Versuchen sehr ausgeklügelt und die Vorschläge sind eigentlich immer valide. Trotzdem gibt es in manchen Fällen durchaus noch Spielraum für manuelle Verbesserungen (siehe dazu auch Beispiel weiter unten).

Für das Beet wird wie geschrieben keine Platzierung vorgeschlagen, da hier ja ein Tropfschlauch zur Anwendung kommt.

Dieses Ergebnis kann nun in manchen Fällen schon sehr gut passen. Auf jeden Fall sollte man es kontrollieren und nachprüfen, ob und in welchem Maße an allen Stellen des Prinzip der Quadratformation eingehalten wurde und wo man noch optimieren kann. Also den Vorschlag in jedem Fall nicht als gesetzt hinnehmen, sondern immer noch kritisch hinterfragen und ggf. adaptieren! Im Fall der Fälle kann man mit dem Tool sehr einfach noch zusätzliche Regner setzen, vorgeschlagene entfernen, oder die Position bzw. Wurfweite der Regner verändern. Dabei sehr angenehm: Das Programm sorgt aufgrund der Regnerauswahl automatisch für eine abgestimmte Niederschlagsrate (MPR), so dass man sich darüber keine Gedanken mehr machen muss. Auch die korrekte Wasserdruckverteilung wird durch Auswahl von passenden druckregulierenden Regnergehäusen automatisch berücksichtigt.

Zum Setzen zusätzlicher Regner stehen die folgenden zwei Werkzeuge zur Verfügung:

Regner

Dient zum Platzieren von Kreisregnern. Dazu fügt man den Regner an der gewünschten Stelle des Planes hinzu und vergrößert/verkleinert mit der Maus die gewünschte Wurfweite und den gewünschten Kreisausschnitt. Dabei braucht man sich nicht um den Regnertyp kümmern, das System ermittelt automatisch aus Wurfweite und Kreisausschnitt den hierfür passenden Regner und zeigt den Namen des Regnermodells in Echtzeit mit an. Möchte man Kreisausschnitte zeichnen, die so von keinem Regner bewässert werden können, dann verändert der Kreis seine Farbe und es wird eine Warnmeldung angezeigt.

Wurfweite und Kreisausschnitt des Kreisregners werden durch Ziehen des Bezugspunktes verändert. Zum Regner wird zusätzlich das passende druckregulierende Gehäuse mit ausgegeben.

Alternativ können die Regnereigenschaften auch über das Eigenschaften-Fenster definiert werden:

Regner-Eigenschaften Fenster

Streifenregner

Das Programm beinhaltet zusätzlich zu den Kreisregnern auch noch die Möglichkeit, Streifenregner zu nutzen. Diese werden zur Beregnung von schmalen Streifen eingesetzt und beregnen annähernd rechteckig. Sie werden vom Programm nicht automatisch gesetzt, sondern können in Spezialfällen in denen sie gebraucht werden manuell gesetzt werden. Dazu wird jeweils immer ein Verbund aus drei Regnern gesetzt, einer in der Mitte, einer links und einer rechts. Dieses Prinzip wird hier genauer beschrieben.

Beispiel für eine Streifenberegnung: Verbund aus 3 Regnern, davon einer in der Mitte, einer links und einer rechts

Ich habe nun den vom Programm erstellten Vorschlag noch einmal kritisch durchgesehen. Was mir noch nicht optimal gefällt sind die vielen MP 800 Regner auf der unteren Rasenfläche am rechten Rand. Diese haben eine relativ kurze Wurfweite und die Niederschlagsrate vom MP800 weicht auch von jener der anderen MP Rotator Regner ab. Am oberen abgeschlossenen Rasenstreifen macht das nichts, hier auf der größeren Rasenfläche möchte ich das aber möglichst vermeiden. Ich ersetze daher vier der sechs MP 800 Regner am rechten Rand durch einen größeren MP2000. Damit habe ich eine bessere Überlappung und die Unschönheit mit der unterschiedlichen Niederschlagsrate ist großteils gelöst. Nur die zwei MP800 ganz im Eck lasse ich bestehen, da man hier mit größerem Regner nicht hin kommt:

Manuell adaptierter Plan (4 kleine MP800 durch einen größeren MP2000 ersetzt)

Sobald man mit seiner Regnerplatzierung zufrieden ist, kann man mit Schritt 3 fortfahren:

Planungsschritt 3 – Wasseranschluss und Steuerung festlegen

Dieser Schritt ist relativ simpel. Insgesamt 3 Dinge müssen definiert werden und es muss festgelegt werden, wo am Plan sich diese befinden sollen:

Wasseranschluss Werkzeug

Damit zeichnet man die Stelle des Wasseranschlusses (Wasserhahn oder Pumpe) am Plan ein. Damit das System weiß, mit welcher Wassermenge es planen kann, ist im zugehörigen Menü die Wassermenge in Kubikmetern pro Stunde einzugeben. 1 Kubikmeter sind 1000 Liter. Benötigt wird die Wassermenge bei einem dynamischen Druck von 3,5 bar. Das entspricht einem Druck von etwa 2,8 bar, der auf die Regner wirkt, zuzüglich ca. 0,7 bar angenommenem Druckverlust für das Durchlaufen der Pipeline und der Einbauteile. Diesen Wasserdurchfluss ermittelt man mit einem Wasserfluss-Testgerät. Diese Methode hat im Vergleich zum Eimertest – wie er stattdessen im Gardena Bewässerungsplaner verwendet wird – den Vorteil, dass sie wesentlich genauer ist. Es müssen somit vom System keine riesigen Sicherheitsreserven vorgehalten werden.

Hinweis: Möchte man ein Trinkwassersystem umsetzen, dessen Infrastruktur wesentlich komplexer ausfällt, dann ist hier von Regenwasser auf Trinkwasser umzustellen.

Eigenschaften der Wasserversorgung

Bewässerungssteuerung Werkzeug

Fügt dem Plan eine Steuerung hinzu. Man kann zwischen W-LAN Steuerung und Nicht-W-LAN Steuerung (= Standard Steuerung) auswählen.
Hinweis: Der DVS-Planer sieht immer eine Steuerung mit Magnetventilen vor und schlägt den Beregnungscomputer und die Ventilverteilung (nächster Punkt) dementsprechend vor. Welche anderen Arten der Steuerung alternativ noch möglich wären, können Sie hier nachlesen.

Steuerung Eigenschaftsmenü

Ventilverteilung Werkzeug

Hier hat man die Wahl zwischen einer im Boden eingebauten Ventilbox oder einer Vorrichtung zur Wandmontage.

Ventilverteilung Menü

Nachdem der Wasseranschluss, die Steuerung und die Ventilverteilung am Plan positioniert und definiert wurden, kann mit dem nächsten Schritt fortgefahren werden:

Planungsschritt 4 – Pipeline festlegen

Mit Wechsel auf Schritt 4 bekommt man vom System automatisch einen Vorschlag zum Verlauf der Pipeline und in wie viele und welche Sektoren diese zu unterteilen ist. In meinem Beispielfall sieht dieser wie folgt aus:

Der DVS Beregnungsplaner berücksichtigt automatisch die zur Verfügung stehende Wassermenge und schlägt die Leitungen soweit als möglich als Druck ausgleichende Ringleitungen vor. In meinem Beispielfall sind 3 Sektoren notwendig: Zwei für die Rasenbewässerung mit Kreisregnern und einer für die Tropfbewässerung des Beetes. Die Pipelineleitungen sind zur besseren Unterscheidung jeweils in unterschiedlichen Farben dargestellt.

Wählt man ein Teilstück eines Pipelinestranges durch Klick darauf aus, dann erfährt man die Länge des ausgewählten Teilstückes und die Gesamtlänge des Pipelinestranges. Zusätzlich wird mit ausgegeben, welcher Teil der in diesem Sektor zur Verfügung stehenden Wassermenge im Pipelinstrang bereits ausgeschöpft ist. Daraus kann man ersehen, ob es im Sektor noch eine Wasserreserve gibt und inwiefern es demnach möglich wäre, den Sektor um weitere Regner zu erweitern.

Informationen zu Pipeline-Teilstück

Wählt man einen Regner aus, dann wird der Wasserverbrauch des Regners in der Pipeline angezeigt. In dem Fall würde der Regner 290 Liter/Stunde verteilen:

Information zu einem Regner

Bei Klick auf einen Verbinder wird angezeigt, um welche Art von Verbinder es sich handelt. In dem Fall um ein L-Stück:

Informationen zu einem Verbinder

Der vorgeschlagene Pipelineverlauf kann manuell abgeändert werden, indem man mit dem Mauszeiger existierende Verbinderpunkte verschiebt oder durch Klick auf ein Pipelineteilstück einen neuen Verbinderpunkt erstellt und diesen anschließend abändert. Das kann man tun wenn die Pipeline zum Beispiel mitten durch den Rasen führt, man sie aber lieber am Rand entlang führen möchte.

Noch wichtiger ist aber zu kontrollieren, ob die Sektorunterteilung wie vorgeschlagen sinnvoll ist, oder ob man die Regner besser in andere Gruppen zusammen fasst, zum Beispiel nach räumlichen Kriterien, nach Regnertyp oder auch zB. nach sonnigen und schattigen Stellen.

An der oben vorgeschlagenen Pipelineunterteilung stört mich, dass die zwei MP800 in der unteren Rasenfläche dem unteren, blauen Sektor zugeordnet wurden. Diese haben eine andere Niederschlagsrate als die anderen Regner und deshalb möchte ich sie in einer Gruppe mit den anderen MP800 vom oberen Rasenstreifen betreiben. Daher nehme ich diese zwei Regner aus dem unteren blauen Sektor heraus und füge sie stattdessen dem oberen, orangen Sektor hinzu.

Dazu vergewissere ich mich zuerst durch Klick auf einen Regner im orangen Sektor, dass der Sektor noch genügend Wasserreserve hat, das Wasserpotential also noch ausreicht, um die zwei zusätzlichen MP800 zu betreiben. Anschließend lösche ich zuerst die nicht mehr notwendigen Rohrverbindungen im blauen Sektor, indem ich die betreffenden Rohrstücke mit der Maus anklicke und auf der Tastatur auf Entfernen klicke. Mit dem Bewässerungskreis-Werkzeug stelle ich anschließend den Regnerkreis im blauen Sektor unter Umgehung der zwei MP800 wieder her. Nun öffne ich, ebenfalls durch Löschung einer Rohrverbindung, den orangen Sektor und verlängere ihn mittels Bewässerungskreis-Werkzeug bis zu den zwei MP800 und binde diese an den orangen Sektor an. Abschließend noch den orangen Regnerkreis wieder schließen – Fertig. Das sieht dann im Ergebnis so aus:

Plan mit abgeänderter Sektoreinteilung (2 MP800 wurden aus dem blauen Sektor entfernt und dem orangen Sektor hinzugefügt)

Planungsschritt 5 – Materialliste

Mit Klick auf den 5ten Planungsschritt erstellt das Programm automatisch eine Materialliste, mit der sich die geplante Bewässerung umsetzen lässt. In der Liste werden dazu die passenden Produkte von unterschiedlichsten Markenherstellern angeführt. Bei den Regnern sind das – wie bereits weiter oben erwähnt – die MP-Rotatoren von Hunter, auch bei den Magnetventilen und Steuerung wurde bei meinen Testversuchen Hunter empfohlen. Bei der Pipeline wird auf das für den Endanwender sehr einfache Blu-Lock System zurückgegriffen. Prinzipiell führt DVS Beregnung aber Produkte der unterschiedlichsten Markenhersteller, also gut möglich, dass in verschiedenen Konstellationen auch Rain Bird und andere Hersteller in der Materialliste zu finden sind. Ich habe nicht alle möglichen Konstellationen ausprobiert. Praktisch ist, dass in der Liste auch sämtliche Hilfswerkzeuge, Einstellschlüssel etc. berücksichtigt werden, auf die man bei eigener Planung gerne vergisst.

In der Materialliste hat man nun bei manchen Produkten noch die Möglichkeit, die Qualität zu verändern. Diese ist standardmäßig auf die mittlere von bis zu drei möglichen Qualitäten festgelegt und kann auf eine bessere oder schlechtere Qualität abgeändert werden, wenn einem ein günstigeres Produkt reicht bzw. man ein eine teurere Produktkategorie als die vorgeschlagene haben möchte.

Wenn man etwas anders als vorgeschlagen realisieren möchte, kann man das entsprechende Produkt natürlich auch aus der Liste entfernen.

Auszug aus der Materialliste des Beispielplanes

Man hat nun zwei Möglichkeiten, mit der Liste weiter fort zu fahren. Entweder man speichert sich die Produktempfehlung ab, oder man macht den Einkauf gleich direkt bei DVS Beregnung. Für die erste Option wird am Ende der Einkaufsliste eine praktische Exportfunktion angeboten, mit der man sich die Liste als csv abspeichern kann. Diese kann man dann nach Gutdünken über ein Tabellenprogramm wie zB. Excel verändern, ausdrucken, aufs Handy schicken und damit wo immer man will seine Einkäufe erledigen. Diese Funktion finde ich von DVS Beregnung eine sehr faire Geste, da damit die Nutzung des Tools auch für diejenigen, die nicht Kunden werden wollen, nicht mutwillig erschwert wird!

Die zweite Möglichkeit ist es, die angezeigten Produkte gleich direkt bei DVS Beregnung zu kaufen.

Einkauf bei DVS Beregnung

Der Gesamtpreis wird ja bereits in der Materialliste am Ende der Liste mit angezeigt. Durch Klick auf „In den Warenkorb“ werden alle darin enthaltenen Produkte in den DVS Beregnung Warenkorb übernommen und können direkt bestellt werden. Der Versand ist ab 65 Euro Bestellwert kostenlos, sonst 4,70 Euro innerhalb Deutschlands. Meine persönliche Erfahrung: Damit macht man nichts falsch, die Preise sind günstig und das riesige Sortiment von über 4.000 Produkten ist ein entscheidender Vorteil. Als Alternative müsste man vermutlich bei mehreren unterschiedlichen Bewässerungsshops einkaufen, um alles zusammen zu bekommen. Aus diesem Grund arbeite ich mit DVS Beregnung auch als offiziellen Kooperationspartner dieser Webseite zusammen.

Tipp: Hier auf der Webseite finden Sie einen Gutschein, mit dem Sie im DVS Beregnung Shop noch einmal 5% vom Preis abgezogen bekommen! Einfach im Warenkorb den Gutscheincode eingeben -> 5% DVS Beregnung Gutschein

DVS Beregnung Warenkorb

Fazit

Mit dem Online Beregnungsplaner ist DVS Beregnung ein großer Wurf gelungen. Unabhängig davon, ob man vorhat bei DVS Beregnung einzukaufen oder nicht, lohnt sich eine Nutzung in jedem Fall. Die Planung hat eine erstaunlich gute Qualität und ist Hersteller und Händler unabhängig. Man kann die Planung also einfach am Planer ausführen und die Produkte dann kaufen, wo immer man will. Das und das viel professionellere Produktangebot, aus dem der Planer schöpft, sind entscheidende Vorteil im Vergleich zum Gardena Planer. Zudem werden im Planer einige wichtige Details wie MPR oder Druckregulierung automatisch berücksichtigt. Gerade als Laie vergisst man gerne einmal auf das eine oder andere. Auch wenn Sie schon gut in die Materie eingearbeitet sind und selbst planen, schadet es nichts, zum Vergleich den Plan noch einmal bei DVS Beregnung zu machen, um dann das Ergebnis zu vergleichen und sicherzustellen, dass man im Plan nichts übersehen hat.

Die Möglichkeit, den Plan gleich auch in einen Einkauf zu verwandeln, ist sehr praktisch. Mit wenigen Klicks hat man alles erledigt und muss die Produkte nicht mühsam im Web zusammensuchen, mit der Gefahr dass man sich bei der einen oder anderen Produktbezeichnung verschaut und das falsche Produkt bestellt.

Eventuell noch etwas nachlegen kann DVS Beregnung bei der liebevollen Ausgestaltung des Planes. Bei Gardena kann man nette Details wie Schwimmbecken, Töpfe, diverse Gartenmöbel uvm. am Plan platzieren, was zwar effektiv nichts bringt, diesen aber lebendiger und schöner wirken lässt. Und vielleicht auch die Orientierung am Plan etwas erleichtert. Der DVS Beregnungsplaner beschränkt sich auf die für die Planung notwendigen Funktionen und Elemente. Er steht aktuell aber auch noch ganz am Beginn seiner Entwicklung und damit stehen die Chancen auf weitere Verbesserungen sehr gut.

Link zum DVS Beregnungsplaner: https://dvs-beregnung.de/Garten-Planer

Video

Unten stehend können Sie sich die Anlage eines Bewässerungsplanes mit dem DVS Beregnungsplaner in Videoform ansehen:

Updates

Die Software wurde mittlerweile um einen zusätzlichen „Niederschlagsradar“ erweitert. Diese Funktion ist in der unten mittig angezeigten Schaltfläche enthalten und trägt den Namen „Niederschlag berechnen“.

Bei Klick darauf wird einem farblich codiert angezeigt, welche Stellen des Planes ausreichend, zu wenig bzw. zu viel Wasser erhalten. Eine sehr nützliche Funktion, mit der man seinen aktuellen Planungsstand gegenchecken kann und auf noch zu lösende Problemstellen aufmerksam gemacht wird.

Dieser Plan hat noch deutliches Optimierungspotential, einige Stellen werden nicht oder zu wenig bewässert.