Bei OpenSprinkler wurde die Hardware verbessert, der Bewässerungscomputer ist ab sofort in Version 3.4 erhältlich. In diesem Beitrag beschreibe ich die Neuerungen im Vergleich zur bisherigen Hardwareversion 3.3.

Bei OpenSprinkler gibt es nicht nur regelmäßige Softwareupdates, sondern auch die Hardware, also das physische Gerät an sich, wird fortlaufend weiter verbessert. Zuletzt 2023 auf die Version 3.3, nun gab es einen weiteren Sprung auf die Version 3.4. Auf den ersten Blick erkennbar ist der neue OpenSprinkler 3.4 am leicht veränderten Aussehen. Er wirkt etwas quadratischer, ist etwas weniger breit, dafür höher und etwas flacher als das alte Modell. Die Maße im Detail:

  • OpenSprinkler 3.4: Länge 125 mm, Breite 79 mm, Höhe 25 mm
  • OpenSprinkler: 3.3: Länge 140 mm, Breite 56 mm, Höhe 33 mm

Links das neue, rechts das alte Modell

Die technischen Änderungen im Detail:

2 neue Sensoreingänge

Der OpenSprinkler 3.4 verfügt nun über 4 statt der bisherigen 2 Sensoreingänge. Das erlaubt eine Anbindung von mehr Sensoren. Allerdings braucht es dafür noch ein Softwareupdate, damit die Software auch die zwei zusätzlichen Ports zur Auswahl anbietet, dieses dürfte vermutlich in Bälde folgen.

Nun 4 statt 2 Sensoreingänge (SN1 bis SN4)

Anschlussmöglichkeit für Ethernet-Modul

Für den OpenSprinkler ab Version 3.0 war eigentlich keine kabelgebundene Anschlussmöglichkeit an das LAN mehr geplant, mit der Überlegung dass eine Anbindung ja mit der integrierten W-LAN Funktionalität möglich sei. Dabei wurde jedoch unterschätzt, dass viele User weiterhin eine zuverlässige kabelgebundene Anschlussmöglichkeit bevorzugen.

Bereits mit OpenSprinler 3.3 wurde daher innerhalb des Geräts ein improvisierter Ethernetanschluss hinzugefügt, den man mit ein wenig Bastelaufwand nutzen konnte. Der OpenSprinkler 3.4 macht das nun noch deutlich einfacher, indem er die Anschlussmöglichkeit für Ethernet in Form Flachbandkabel Anschlusses benutzerfreundlich rechts auf der Außenseite des Geräts zur Verfügung stellt.

Noch besser wäre es aber natürlich, dort gleich eine Ethernet-Buchse statt des Flachbandkabel-Anschlusses anzubringen. Denn so braucht es weiterhin für ca. 25 Euro das im Anschluss abgebildete zusätzliche Ethernet Modul.

Umstieg von zweilagigem auf einlagiges Schaltungsdesign

Nicht, wovon man als Anwender unmittelbar etwas hätte, aber interessante Hintergrundinformation: OpenSprinkler benutzte bisher ein zweilagiges Schaltungsdesign, bestehend aus einer oberen Logikplatine und einer unteren Treiberplatine.

Das sollte ursprünglich ermöglichen, austauschbare Treiberplatinen (AC, DC und Latch) zu unterstützen, um verschiedene Magnetventiltypen über die gleiche Logikplatine anbinden zu können. Mit nur einer Platine wird die Montage nun deutlich vereinfacht , so dass eine effizientere, zeitsparendere Herstellung möglich ist.

Hohlsteckeranschluss für das Netzteil

Das Netzteil wird nun nicht mehr direkt über die Adern des Kabels angeschlossen, sondern über einen für den Endanwender benutzerfreundlicheren Hohlstecker. Man erspart sich auf diese Weise das Abisolieren der Adern, sondern kann stattdessen einfach den handelsüblichen Standardstecker benutzen.

Neuer Hohlsteckeranschluss

USB 3.0 Stromanschluss beim DC Modell

Der OpenSprinkler 3.4 ist weiterhin als AC Modell (Wechselstrom) und DC Modell (Gleichstrom) erhältlich. Das bisher als dritte Variante angebotene Latch Modell wird für die Version 3.4 nicht mehr angeboten. Dieses Latch Modell benötigt man im Zusammenspiel mit den typischen 9V Magnetventilen für batteriebetriebene Bewässerungscomputer, die oft mit dem Aufdruck „Latch“ gekennzeichnet sind. Das Latch Modell des Vorgängers OpenSprinkler 3.3 wird für diesen Zweck aber weiterhin angeboten.

Das DC Modell wirkt auf den ersten Blick fast komplett baugleich mit dem AC Modell, mit dem wesentlichen Unterschied, dass es zur Stromversorgung keinen Hohlsteckeranschluss, sondern nun einen modernen USB 3.0 Eingang hat.

Links das DC Modell mit dem USB 3.0 Anschluss, rechts das AC Modell mit dem Hohlsteckeranschluss

OpenSprinkler 3.4 DC mit angeschlossenem Stromstecker

Mit diesem Anschluss ist man unabhängig von passenden Netzteilen, sondern kann den Computer einfach mit dem genormten USB 3.0 Anschluss an die Steckdose anstecken. Damit gilt noch mehr als bisher, dass im Normalfall dem OpenSprinkler DC Modell der Vorzug vor dem AC Modell zu geben ist! Das DC Modell kann sowohl die üblichen 24V AC Magnetventile als auch nicht selbsthaltende Gleichstrom (DC) Magnetventile schalten und arbeitet zudem energieeffizienter als das AC Pendant.

Das AC Modell hingegen kann nur 24V AC Magnetventile schalten. Zu diesem sollte man nur dann greifen, wenn man vorhat, den Computer zur Schaltung eines Pumpenstartrelais zu verwenden, da die DC Variante nicht mit allen am Markt angebotenen Pumpenstartrelais kompatibel ist. In diesem Beitrag im Opensprinklershop werden die Vor- und Nachteile der AC und DC Variante gut zusammengefasst.

Fazit

OpenSprinkler 3.4 bringt einige gute Detailverbesserungen! Hervorzuheben sind hier die zwei zusätzlichen Sensoreingänge, die verbesserte Ethernet-Anschlussmöglichkeit und vor allem die einfachere Stromversorgung mit Hohlstecker beim AC Modell und vor allem mit dem neuen USB 3.0 Anschluss beim DC Modell.

Wenn man mit 2 Sensoreingängen das Auslangen findet und nicht vorhat, den Computer direkt ans LAN anzuschließen, dann stellt das aktuell weiterhin erhältliche Vorgängermodell 3.3 aber aufgrund des nun gewährten deutlichen Preisabschlages eine überlegenswerte günstige Alternative dar. Mit dem Gutschein hier im Blog können Sie unabhängig vom gekauften Modell noch einmal 10% extra sparen!