Unter einem Hauswasserautomat bzw. einem Hauswasserwerk versteht man Gartenpumpen, die um bestimmte Komponenten erweitert wurden. Beim Hauswasserautomat um einen integrierten Druckschalter, beim Hauswasserwerk um einen zusätzlichen Druckbehälter samt Druckschalter. Der folgende Beitrag erklärt was Hauswasserautomat und Hauswasserwerk genau tun und wann es sinnvoll ist, zu diesen zu greifen.

Hauswasserautomat

Ein Hauswasserautomat ist eine Gartenpumpe, die einen elektronischen Druckschalter fix integriert hat. Das hat den Vorteil, dass die Pumpe automatisch auf einen Wasserbedarf eines Abnehmers reagiert. Wird also beispielsweise die automatische Gartenbewässerung gestartet bzw. das Ventil an der Spritze des Gartenschlauchs geöffnet, dann schaltet der Druckschalter die Pumpe automatisch an. Das geschieht so schnell, dass man sofort Wasser hat, dieses also ohne merkbare Unterbrechung zur Verfügung steht.

Umgekehrt schaltet der Druckschalter die Pumpe automatisch ab, sobald kein Wasser mehr benötigt wird. Das geschieht mittels Messung von Wasserdruck und Wasserdurchfluss, auf die der Druckschalter entsprechend reagiert und der Pumpe den Einschalt- bzw. Ausschaltimpuls gibt.
Wie ein Druckschalter genau funktioniert und welche Arten es gibt, erkläre ich im Detail im Blogbeitrag zum Thema Druckschalter.

Welche Vorteile hat ein Hauswasserautomat?

Eine Gartenpumpe ohne Druckschalter zu verwenden, wäre eine extrem unkomfortable Sache. Man müsste bei jedem Wasserbedarf die Pumpe händisch einschalten und wenn kein Wasser mehr benötigt wird, diese händisch wieder ausschalten. Das ist ok, wenn man ein mal im Jahr damit den Swimming Pool einlässt, aber keine dauerhaft brauchbare Lösung, wenn man die Pumpe kontinuierlich nutzt. Zudem birgt eine Pumpennutzung ohne Druckschalter auch Risiken, da man nur allzu leicht übersieht, die Pumpe abzuschalten und diese in Folge non-stop weiterlaufen würde und Schaden nehmen könnte.

Aus meiner Sicht gehört ein Druckschalter daher zur Basisausstattung einer Pumpe und 99% der Anwender werden ohne diesen nicht (gut) auskommen. Bleibt somit nur mehr die Frage, ob man zum Hauswasserautomat greift, der diesen fix integriert hat, oder sich eine Gartenpumpe zulegt und den Druckschalter separat dazu kauft.

Dazu gibt es keine allgemeingültige Antwort, aus meiner Sicht sind beide Varianten ok. Wenn man mit dem Kauf eines Hauswasserautomaten finanziell besser aussteigt als beim getrennten Kauf von Pumpe und Druckschalter, dann lohnt es sich zum Hauswasserautomaten zu greifen. Wenn nicht, kann man die zwei Komponenten auch problemlos separat kaufen. Der Druckschalter wird auf die Pumpe einfach aufgeschraubt und die Stromverbindung angesteckt, der Installationsaufwand ist also minimal. Und es ist normalerweise jeder Druckschalter auch mit jeder Pumpe nutzbar, so dass man nicht auf Druckschalter des Pumpenherstellers eingeschränkt ist (Ausnahme: Extrem druckstarke Tiefbrunnenpumpen).

Einen Grund gibt es eventuell doch noch, zum fertigen Hauswasserautomaten zu greifen: Dieser ist im Vergleich zur Kombination von Pumpe und Druckschalter kompakter gebaut und die Verbindung zwischen Pumpe und Druckschalter ist weniger fragil. Wenn man wenig Platz hat, oder die Pumpe sehr oft bewegen muss, dann könnte das ein relevantes Argument sein. Das gilt allerdings nur für jene Hauswasserautomaten, in denen der Druckschalter tatsächlich in das Pumpengehäuse integriert wurde. Nicht für jene ebenfalls als Hauswasserautomaten verkauften Pumpen, bei denen der separate Druckschalter oben auf die Pumpe geschraubt ist. Den Unterschied erkennt man sehr leicht, da diese Hauswasserautomaten vergleichsweise recht hoch sind.

Eine dritte Variante, wenn man einen Druckschalter nutzen möchte, ist die Nutzung eines Hauswasserwerkes, da dieses immer einen mechanischen Druckschalter mit beinhaltet (siehe dazu den nächsten Punkt zum Hauswasserwerk).

Meistgefragten Hauswasserautomaten bei Amazon

Im Anschluss eine Übersicht der beliebtesten Hauswasserautomaten bei Amazon. Achten Sie beim Vergleich der Hauswasserautomaten auch darauf, welche Komponenten und Funktionen mit enthalten sind, also ob zum Beispiel ein Filter mit integriert ist! Wie Sie herausfinden, welche Pumpe die für Ihren Zweck richtigen Leistungsdaten hat, erkläre ich in einem separaten Beitrag.

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Hauswasserwerk

Ein Hauswasserwerk ist eine Gartenpumpe in Kombination mit einem Druckbehälter und mechanischen Druckschalter. Der Druckbehälter dient zur Speicherung von Wasser, damit die Pumpe zur Deckung kleiner Wasserbedürfnisse nicht starten muss.

Damit das funktioniert, wird der Druckbehälter, wenn die Pumpe läuft, automatisch angefüllt. Beim nächsten Wasserbedarf eines Abnehmers bleibt die Pumpe stumm und das Wasser wird stattdessen vom Druckbehälter zur Verfügung gestellt. Das geschieht so lange bis der Druckbehälter leer ist, dann wird vom Druckschalter automatisch die Pumpe gestartet und mit dieser fortgesetzt. Wie das im Detail funktioniert ist im Beitrag zum Thema Druckbehälter nachzulesen.

Wann benötigt man ein Hauswasserwerk?

Ein Hauswasserwerk ist nicht in jedem Fall von Vorteil, sondern nur dann, wenn man einen der folgenden drei triftigen Gründe hat:

  • Die Wasserquelle ist nicht potent genug, um in der erforderlichen Zeit, genügend Wasser aus dieser zu fördern.
  • Man möchte das abgepumpte Wasser im Wohnhaus für Waschmaschine, Spülmaschine bzw. Toilette nutzen und benötigt daher oftmals kleine Mengen Wasser.
  • Man betreibt mit der Pumpe Gartenbewässerung und hat neben gewöhnlichen Bewässerungssektoren auch einen Mikrobewässerungssektor, der vergleichsweise sehr wenig Wasser benötigt.

Zwingende erforderlich ist ein Hauswasserwerk im ersten Fall, wenn die Wasserquelle nicht potent genug ist und man daher einen Wasservorrat anlegen muss. Das Mikrobewässerungsproblem lässt sich alternativ auch auf andere Arten und Weisen lösen: Mikrobewässerungssektor an normalen Sektor koppeln bzw. Durchfluss mittels größeren Tropfern oder Sprühern erhöhen. Punkto Nutzung eines Hauswasserwerks für die Brauchwassernutzung im Haus bin ich persönlich skeptisch, das sollte im Normalfall auch mit einem Hauswasserautomat gut möglich sein, ohne die Pumpe durch zu viele Pumpenstarts zu überfordern. Diese Problematik habe ich im Beitrag zu den Druckbehältern im Detail analysiert.

Auf keinen Fall Sinn macht ein Hauswasserwerk, wenn man die Pumpe ausschließlich für die automatische Gartenbewässerung nutzt und keine der zuvor aufgezählten Situationen hat. Dann würde ich keinesfalls ein Hauswasserwerk nutzen, da man sich damit auch zusätzliche Komplexität ins System holt.

Wie unterscheiden sich die Hauswasserwerke?

Neben den unterschiedlichen Leistungsdaten (Maximaldruck, maximaler Wasserdurchfluss) vor allem hinsichtlich der Größe des Druckkessels. Der Großteil der angebotenen Hauswasserwerke hat einen Druckkessel mit etwas mehr als 20 Litern Fassungsvermögen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass im Betrieb davon nur ca. die Hälfte nutzbar ist. Möchte man durch das Hauswasserwerk auch einen nennenswerten Effekt erzielen, dann sollte man schauen, zumindest eines mit 50 oder mehr Litern Fassungsvermögen zu erwerben.

Am Markt werden Hauswasserwerke bis ca. 100 Liter angeboten, braucht man etwas größeres, dann kann man sich das Hauswasserwerk alternativ aber auch selbst aus Gartenpumpe, Druckbehälter, mechanischem Druckschalter, Panzerschlauch, T-Stück und Manometer zusammenstellen. Oder alternativ kann man am Hauswasserwerk noch einen zusätzlichen zweiten Druckbehälter anhängen.

Wie stellt man ein Hauswasserwerk ein?

Beim Hauswasserwerk kommt es auf die folgenden drei Druckwerte an:

  • Vordruck
  • Mindestdruck
  • Maximaldruck

Bei einem neu gekauften Hauswasserwerk sind diese drei Druckwerte mit Standardwerten vorbelegt. Wenn es mit diesen Standardwerten wie gewollt funktioniert, dann brauchen Sie daran auch nichts abzuändern. Wenn nicht, dann sind die folgenden Informationen relevant:

Der Vordruck ist jener Druck, der im Ausgangszustand im Druckkessel herrscht. Abhängig vom Produkt kann man diesen auf verschiedene Arten und Weisen abändern, zum Beispiel durch Zuführen bzw. Ablassen von Luft. Der Vordruck sollte 90% des Mindestdrucks betragen.

Mit der Definition des Mindestdrucks stellt man ein, ab welcher Druckhöhe die Pumpe zu arbeiten beginnen soll. Legt man zum Beispiel 1,5 bar fest, dann läuft die Pumpe bei Unterschreiten eines Drucks von 1,5 bar an.

Mit der Definition des Maximaldrucks legt man fest, bei Erreichen welches Drucks die Pumpe abschalten soll. Verändert werden beide Werte am mechanischen Druckschalter, in der Regel mittels Einstellen eines Federmechanismus.

Die beliebtesten Hauswasserwerke bei Amazon

Im Anschluss eine Übersicht der populärsten Hauswasserwerke bei Amazon:

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