In diesem Beitrag beschreibe ich die Funktionsweise des Orbit B-hyve Systems, das in allen webfähigen Orbit Bewässerungscomputern zum Einsatz kommt. Dieses ermöglicht via App oder Webbrowser eine Programmierung und Bedienung des Bewässerungscomputers von überall auf der Welt und beinhaltet Zusatzfunktionalitäten zur intelligenten Steuerung der Bewässerung in Abhängigkeit von Wetter und anderen Ereignissen.

Der Beitrag ist etwas länger geworden, da die Software sehr umfangreiche Möglichkeiten beinhaltet und ich versucht habe, diese möglichst detailliert zu beschreiben, um einen tiefen Einblick in das System zu ermöglichen. Sollten Sie nur einzelne Details interessieren, dann habe ich eine Inhaltsübersicht vorangestellt, in der Sie gezielt zu den für Sie interessanten Punkten springen können. Mein Fazit und einen Vergleich mit den bereits zuvor getesteten Systemen der Mitbewerber Hunter, Rain Bird, Gardena und LinkTap finden Sie ganz am Ende des Beitrages.

Orbit B-hyve Produktübersicht

Die B-hyve Software kommt aktuell in folgenden fünf smarten Orbit Bewässerungscomputern zum Einsatz:

Orbit B-hyve 94990 Smart-Schlauchhahn-Timer mit Wi-Fi-Hub
Orbit 24516 B-hyve XD Smart Schlauchbewässerungs-Timer mit WLAN-Hub, grau
Orbit 94915 B-Hyve 4-Zonen-Smart-Wi-Fi-Innen-Timer
Orbit 94546-6 Station B-Hyve™ Smart WiFi Beregnungscomputer
-
Computer
Orbit B-hyve Smart Wasserhahn Timer
Orbit B-hyve XD Smart Wasserhahn Timer
B-hyve Smart Indoor
B-hyve Smart Outdoor
B-Hyve XR Smart
Sektoren
1
1 bis 4 Ausgänge je nach Modell
4 oder 8
6 oder 12
8 oder 16
Indoor/Outdoor
Outdoor
Outdoor
Indoor
Outdoor
Outdoor
Zusätzlicher Gateway notwendig?
Integrierter Wasserdurchfluss-Messer?
Programme und Startzeiten
3 Programme mit je 4 Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
Preis
99,90 EUR
ca. 80 bis 170 Euro (je nach Modell)
73,99 EUR
149,50 EUR
ca. 170 bis 200 Euro
Orbit B-hyve 94990 Smart-Schlauchhahn-Timer mit Wi-Fi-Hub
Computer
Orbit B-hyve Smart Wasserhahn Timer
Sektoren
1
Indoor/Outdoor
Outdoor
Zusätzlicher Gateway notwendig?
Integrierter Wasserdurchfluss-Messer?
Programme und Startzeiten
3 Programme mit je 4 Startzeiten
Preis
99,90 EUR
Orbit 24516 B-hyve XD Smart Schlauchbewässerungs-Timer mit WLAN-Hub, grau
Computer
Orbit B-hyve XD Smart Wasserhahn Timer
Sektoren
1 bis 4 Ausgänge je nach Modell
Indoor/Outdoor
Outdoor
Zusätzlicher Gateway notwendig?
Integrierter Wasserdurchfluss-Messer?
Programme und Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
Preis
ca. 80 bis 170 Euro (je nach Modell)
Orbit 94915 B-Hyve 4-Zonen-Smart-Wi-Fi-Innen-Timer
Computer
B-hyve Smart Indoor
Sektoren
4 oder 8
Indoor/Outdoor
Indoor
Zusätzlicher Gateway notwendig?
Integrierter Wasserdurchfluss-Messer?
Programme und Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
Preis
73,99 EUR
Orbit 94546-6 Station B-Hyve™ Smart WiFi Beregnungscomputer
Computer
B-hyve Smart Outdoor
Sektoren
6 oder 12
Indoor/Outdoor
Outdoor
Zusätzlicher Gateway notwendig?
Integrierter Wasserdurchfluss-Messer?
Programme und Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
Preis
149,50 EUR
-
Computer
B-Hyve XR Smart
Sektoren
8 oder 16
Indoor/Outdoor
Outdoor
Zusätzlicher Gateway notwendig?
Integrierter Wasserdurchfluss-Messer?
Programme und Startzeiten
4 Programme mit je 4 Startzeiten
Preis
ca. 170 bis 200 Euro

Letzte Aktualisierung am 23.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Der B-hyve Smart Wasserhahn Timer und der B-hyve XD Smart Wasserhahn Timer sind Bewässerungscomputer, durch die das Wasser hindurchläuft, die sich zur Anbringung an einem Wasserhahn eignen. Die anderen drei Modelle sind Bewässerungscomputer zur Magnetventilsteuerung. Diese kommen selbst mit Wasser nicht in Berührung, sondern öffnen und schließen daran angeschlossene Magnetventile, durch die das Wasser fließt.

Je nachdem, welcher Typ von Orbit B-hyve Bewässerungscomputer genutzt wird, ist die Bedienung und Programmierung des Computers in einer eingeschränkten Form auch direkt am Gerät möglich, oder auch nur über die App bzw. den Webbrowser.

Hauptmenü/Bedienung der Software

Die Navigation durch das Programm erfolgt anhand der folgenden Menüleiste mit 5 Programmpunkten:

B-hyve Menüleiste

  • Kalender: Bietet eine kalendarische Übersicht über die geplanten und bereits durchgeführten Bewässerungsläufe.
  • Programm: Hier lassen sich bis zu 4 Bewässerungsläufe (A, B, C, D) einrichten.
  • Home: Startseite bei Öffnen der App. Hier sieht man die als nächstes geplanten Bewässerungsläufe und kann eine manuelle Bewässerung starten oder eine Regenverzögerung hinterlegen.
  • Zonen: Hier lassen sich die Bewässerungszonen einrichten und optional Smart Watering Einstellungen zur Zone treffen.
  • My B-hyve: Hier sind eine Vielzahl von Einstellungen z.B. zum b-hyve-Konto, zum verwendeten Gerät, zu Smart Watering, zu automatischen Benachrichtigungen uvm. versteckt.

Im Programm begegnet man an zahlreichen Stellen dem folgenden Fragezeichen-Symbol. Bei Klick darauf bekommt man weitere Informationen zu einem Thema angezeigt.

Hilfe-Symbol

Die Hauptmenüpunkte und viele der wichtigsten Einstellungspunkte sind sauber auf Deutsch übersetzt. Umso weiter man in Untermenüs vordringt, umso mehr stößt man jedoch auf nicht übersetzte englische Begriffe. Das gilt auch immer für die umfangreicheren Hilfe-Texte. Es bleibt zu hoffen, dass die noch fehlenden Übersetzungen in den nächsten Monaten sukzessive ausgemerzt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt sollte man für die Benutzung der Software des Englischen jedoch zumindest einigermaßen mächtig sein.

Zonen einrichten

Bei Auswahl des Menüpunktes „Zonen“ werden einem abhängig vom verwendeten Computermodell eine bestimmte Anzahl von möglichen Zonen angezeigt. Eine Zone entspricht einem Sektorausgang am Bewässerungscomputer, wobei die Zone 1 auch dem Ausgang 1 entspricht, die Zone 2 dem Ausgang 2 usw. usf. Hat man also beispielsweise in seinem Garten 5 Bewässerungssektoren geplant, dann wären die Zonen 1 bis 5 anzulegen. Beim durchlaufenden Bewässerungscomputer B-hyve Smart Wasserhahn Timer, der nur einen Ausgang hat, gibt es nur eine Zone zu definieren.

Durch Klick auf das Plus-Symbol lässt sich die Zone aktivieren. Klickt man dann ein weiteres mal darauf, lassen sich die Zoneneinstellungen treffen:

  • Name der Zone (idealerweise möglichst sprechend, sodass man aus dem Namen erkennt, um welchen Sektor es sich handelt (z.B. „Rasen vor dem Haus“ oder „Gemüsebeet“ oder „Rasenstreifen hinter dem Haus“)
  • optional: Ein Bild der Zone (nicht wirklich notwendig, aber im täglichen Gebrauch nett anzusehen)
  • Aktivierung/Deaktivierung von Smart Watering für die Zone (dazu mehr im Kapitel „Smart Watering Zoneneinstellungen“)
  • Smart Zone Details (werden nur bei Nutzung von Smart Watering benötigt, siehe Kapitel „Smart Watering Zoneneinstellungen“)
  • Bewässerungsereignisse (hier kann nichts aktiv eingetragen werden. Sobald die Zone einem Bewässerungsprogramm zugewiesen wurde oder Smart Watering aktiviert wurde, wird hier angeführt wann die nächste Bewässerung geplant ist bzw. die letzte stattfand)
  • Bodenfeuchtigkeit angeben (wird ebenfalls nur bei Nutzung von Smart Watering benötigt, siehe Kapitel „Smart Watering Zoneneinstellungen“
  • Testen (durch Klick auf den Testen-Link ganz oben rechts lässt sich die Bewässerung für die Zone testweise für wenige Minuten aktivieren)

Zum Anlegen einer simplen Zone ohne Smart Watering Funktion muss also im Prinzip nur der Name der Zone vergeben werden:

Bei Verwendung eines Orbit B-hyve Smart Wasserhahn Timers, der über einen integrierten Wasserdurchflussmesser verfügt, wird im Zonenmenü zusätzlich noch die Information zum Wasserverbrauch der Zone angezeigt (Liter pro Minute) und man hat zudem hier die Möglichkeit, den Wasserdurchfluss neu zu kalibrieren. Dieser kalibrierte Wert dient der Hochrechnung des Wasserflusses bei manuell ausgeführten Bewässerungsläufen, hat aber keinerlei Auswirkung auf den tatsächlich gemessenen Wasserdurchfluss.

Möchte man den Bewässerungscomputer auf die klassische Art und Weise mit einem von einem selbst vorgegebenen Programm steuern, dann wäre nun mit dem Punkt „Programme einrichten“ fortzusetzen. Möchte man stattdessen die Zone eigenständig mit künstlicher Intelligenz bewässern lassen, dann sind wie im nächsten Punkt beschrieben, die dazu notwendigen Smart Watering Einstellungen an der Zone zu treffen. Für solche Zonen entfällt dann die Anlage eines Programmes, da diese sonst doppelt bewässert würden (einmal mit dem manuell erstellten Programm und einmal aufgrund der Smart Watering Automatik).

Smart Watering Einstellungen für die Zone treffen

Orbit B-hyve bietet die Möglichkeit, die Bewässerung vollautomatisch von der im Programm enthaltenen Künstlichen Intelligenz durchführen zu lassen. Das System entscheidet dann autonom sowohl an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit bewässert wird bzw. wann Bewässerungen entfallen, als auch über die Länge der Bewässerungsläufe. Das tut es mit einem Algorithmus, der auf die folgenden drei Typen von Daten zurückgreift:

Wetterdaten und Bewässerungsdaten

Mit Hilfe seiner WeatherSense™ Technologie bezieht B-hyve lokale Wetterdaten. Wird für den heutigen Tag mit einer 30%igen Wahrscheinlichkeit Regen angesagt, dann lässt das System den Bewässerungslauf entfallen (dieser Prozentsatz kann angepasst werden). Aufgrund der in der Vergangenheit stattgefundenen Bewässerungsläufe weiß das System zudem, wie viel Wasser der Rasen bereits erhalten hat und wann er zuletzt gegossen wurde und bezieht diese Parameter in die Planung mit ein.

Art und Neigung des Bodens

Unterschiedliche Bodenarten nehmen Wasser unterschiedlich schnell auf. Die B-hyve Automatik bezieht diesen Umstand in die Planung der Bewässerungsdauer und Bewässerungshäufigkeit mit ein und gießt z.B. Sandböden in dichterem Rhythmus als Tonböden, da sie das Wasser weniger lange halten können. Zudem kann das Wasser in ebenen Gärten besser in den Boden aufgenommen werden als in Hanglagen, in denen ein Teil vor dem Eindringen in die Erde abfließt. Damit diese Faktoren korrekt berücksichtigt werden können, muss das B-hyve System mit einigen Infos zum Garten gespeist werden.

Art der Pflanzen und Verdunstung

Aus der Information, welche Art von Pflanze im Sektor gegossen wird, ermittelt das System welchen Wasserbedarf diese Pflanzenart hat. Aufgrund von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit kalkuliert es, in welcher Geschwindigkeit das Wasser verdunstet (Evapotranspiration). Umso höher die Verdunstung, umso größer der Wasserbedarf der Pflanze.

Die Hinterlegung der Smart Water Einstellungen funktioniert wie folgt.
Aufruf des Menüpunktes „Smart Zone Details“:

Hier sind nun möglichst detaillierte Informationen zum Garten und zum Bewässerungssystem zu hinterlegen, um dem System eine bestmögliche Arbeitsgrundlage zu geben.

  1. Bodentyp hinterlegen
    Hier ist aus 6 Bodentypen jener auszuwählen, der dem eigenen am nächsten kommt:

    Standardmäßig ist „Unbekannt“ ausgewählt, mit einer Versickerungsrate von 0,89 cm/Stunde, das entspricht einem Lehmboden. Ist der eigene Boden sandiger oder toniger, dann ist das dementsprechend abzuändern.
    Sollten Ihnen hier inch statt cm angezeigt werden, dann stellen Sie im my B-hyve-Menü in den Kontoeinstellungen das Maßsystem vom angloamerikanischen Imperial System auf unser metrisches System um! Weiß man noch genauer über den Boden Bescheid und kann die Versickerungsrate exakt beziffern, dann kann man diese in den Erweiterten Einstellungen auch selbst eingeben:

    Auswirkung: Eine höhere Versickerungsrate erhöht die maximal mögliche Laufzeit, da sie die Gefahr verringert, dass der Boden das Wasser nicht zur Gänze aufnehmen kann.

  2. Pflanzenart hinterlegen
    Hier stehen 6 verschiedene Pflanzen zur Auswahl:

    Möchte man einen Rasen hinterlegen, ist in unseren Breitengraden der Rasen für kühles Klima auszuwählen! Der Rasen für warmes Klima ist Rasen in Gebieten, in denen es im Winter nicht friert. Jeder Pflanzenart ist eine bestimmte Wurzelzonentiefe zugeordnet, beim Rasen für kühles Klima sind das 15 Zentimeter. Auch hier kann man in den erweiterten Einstellungen die Wurzelzonentiefe exakt bestimmen.

    Auswirkung: Eine größere Wurzelzonentiefe führt zu länger auseinander liegenden Bewässerungsintervallen mit dafür längerer Laufzeit. Auf diese Weise kann der Boden mit so viel Wasser versorgt werden, dass dieser bis zur Wurzelzone durchfeuchtet ist. Die Art der ausgewählten Pflanze hat Auswirkung auf den geschätzten Wasserbedarf, bei einem Rasen ist dieser höher als z.B. bei Wüstenpflanzen.

  3. Bewässerungsart bestimmen
    In diesem Punkt geht es um die Bestimmung der Niederschlagsrate, also wie viel Wasser die verwendeten Regner bzw. das verwendete Mikrobewässerungssystem pro Stunde abgeben. Diese Rate wird üblicherweise in Millimeter pro Stunde angegeben, im B-hyve System werden hingegen Zentimeter pro Stunde verwendet. Das System bietet 3 verschiedene Bewässerungsarten zur Auswahl:

    In die erste Gruppe fallen Sprühregner, die in kurzer Zeit eine sehr große Wassermenge abgeben, in die zweite Getrieberegner, die eine deutlich geringere Niederschlagsrate haben und die dritte stellt eine Bewässerung mit Tropfschlauch dar. Hier empfiehlt es sich, auf jeden Fall die Erweiterten Einstellungen zu nutzen, um die Niederschlagsrate im Detail festzulegen, denn die für die drei Gruppen hinterlegten Raten sind sehr ungenau und können abhängig vom tatsächlich verwendeten System stark abweichen und ein Mehrfaches oder auch nur einen Bruchteil betragen!

    Beim von mir im Blog empfohlenen Regner, dem Hunter MP-Rotator, beträgt die Niederschlagsrate z.B. nur ca. 10 mm pro Stunde, also ca. die Hälfte des hier angenommenen Wertes. Beim Gardena T100 hingegen 34 mm pro Stunde, also fast das Doppelte. Eine Übersicht über die Niederschlagsrate für die gängigen Regner finden Sie in der hier auf der Website angebotenen Regner Leistungsdaten-Übersicht.

    Auswirkung: Eine höhere Niederschlagsrate führt zu einer kürzeren Laufzeit, da der Boden in der Lagen sein muss das Wasser aufzunehmen.

  4. Anzahl der Sonnenstunden definieren
    In diesem Punkt geht es darum, wie sonnig bzw. schattig die Zone liegt. Man hat die Auswahl zwischen einem eher schattigen und einem eher sonnigen Garten, wobei alles unter 6 Sunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag als schattiger Garten und alles darüber als sonniger Garten gilt:

    In den Erweiterten Einstellungen kann man aus weiteren Sonnenstunden-Klassen auswählen.

    Auswirkung: Dieser Punkt hat Auswirkung auf die Berechnung der Verdunstung und in Folge auf den kalkulierten Wasserbedarf. Je mehr Sonne, umso höher der Wasserbedarf. Zudem bedeutet mehr Sonne längere Laufzeiten.

  5. Bestimmung wie viel des natürlichen Regens in der Zone ankommt
    Bei den meisten Zonen wird das der komplette Regen sein, also 100%. Es könnte jedoch auch sein, dass sich die Zone in einem überdachten Bereich befindet oder aufgrund bestimmter baulicher Begebenheiten nur ein Teil des Regenfalls in der Zone ankommt. Im Normalfall lässt man die Einstellung hier also bei „Most of the rain“, sonst stellt man auf „Some of the rain“ (entspricht 40%) bzw. wenn gar kein Regen ankommt auf „None of the rain“ um:

    In den Erweiterten Einstellungen kann man es auch hier wieder im Detail festlegen (0 bis 100%).

    Auswirkung: Hat Auswirkungen auf den kalkulierten Wasserbedarf. Je mehr natürlicher Regenfall ankommt, umso weniger ist der zusätzliche Wasserbedarf.

  6. Festlegung der Neigung des Geländes
    In diesem Punkt legt man fest, ob die Zone flach verläuft oder mit Neigung:

    In den Erweiterten Einstellungen kann man die Neigung im Detail definieren

    Auswirkung: Umso ebener, umso höher die maximal mögliche Laufzeit, da dann weniger Gefahr besteht, dass das Wasser ungenutzt abläuft.

  7. Hinterlegung des Dürre-Faktors
    Der Dürre-Index wird in den USA verwendet, um die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden vorherzusagen. Welcher Faktor für einen selbst zutrifft, kann man in der B-hyve Software anhand einer US-Landkarte nachschlagen, für unsere Breiten gibt es keine Angaben. Die richtige Einstellung dürfte aber bei „None“ liegen, also keine Dürre.

    Eine exakte Einstellung wäre auch hier in den Erweiterten Einstellungen möglich.

    Auswirkung: Die Auswirkung des Dürre Faktors wird nicht klar angeführt, vermutlich beeinflusst er den Abstand zwischen den Bewässerungen und den Wasserbedarf.

Neben diesen 7 Punkten, in denen die Smart Watering Einstellungen getroffen werden können, gibt es in den Smart Zone Details noch drei weitere Punkte:

  • Erweiterte Smart Zone Details
  • Bewässerungsplananpassungen
  • Auffangbehälter Test

Im Anschluss eine Beschreibung:

Erweiterte Smart Zone Details

Hier sieht man eine Zusammenstellung von insgesamt 13 Parametern, die einerseits die sieben zuvor getroffenen Einstellungen widerspiegeln und andererseits zusätzlich, die auf diesen basieren. Durch Abänderung dieser Parameter kann Einfluss auf den kalkulierten Wasserbedarf, in welchen Abständen gegossen wird und wie lange die Laufzeiten der Bewässerung sind, genommen werden. Einfluss auf die Wassermenge haben davon die ersten vier Parameter Anwendungsrate, Effizienz, Pflanzenfaktor und Mikroklima-Faktor.

Ändert man bereits aus den 7 vorher genannten Punkten bekannte Parameter wie die Wurzelzonentiefe ab, dann schlägt sich diese Änderung direkt auf diese Menüpunktes nieder. Es macht also keinen Unterschied, ob man die Einstellung hier verändert oder dort.

Zwei der Parameter kann man allerdings nur in den Erweiterten Details verändern: Effizienz und Zulässiger Mindestvorrat (auf Englisch als „Management Allowed Depletion“ bezeichnet, gibt das gewünschte Boden-Wasser-Defizit zum Zeitpunkt der Bewässerung wieder).

Bewässerungsplananpassungen

Das B-hyve System macht aufgrund der eingegebenen Werte mit einem Algorithmus eine Schätzung zur Häufigkeit, mit der eine Bewässerung stattfinden wird und zur Laufzeit, die die Bewässerungsläufe haben werden. Beide sind nicht konstant, sondern ändern sich in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen während einer Saison. Diese Schätzung bekommt man im Bewässerungsplananpassungs-Menü angezeigt:

Das System würde demnach von Jänner bis April sowie von September bis Dezember gar nicht gießen und in den warmen Monaten alle 5 bis 6 Tage. Ein Bewässerungslauf würde ca. 93 Minuten dauern und in einem Zyklus durchgeführt werden, also nicht in mehrere Zyklen unterteilt werden.

Beobachtet man nun, dass das System einen zu kleinen oder zu großen Abstand zwischen den einzelnen Bewässerungsläufen lässt, also bereits wieder gießt wenn es noch nicht notwendig bzw. erwünscht ist, oder zu lange mit dem Gießen wartet, so dass der Rasen oder die Pflanzen leidet, dann kann man den Intervall verkürzen oder erhöhen, so dass in kleineren oder größeren Abständen gegossen wird. Darauf in welchen Monaten gegossen wird, hat diese Einstellung keinen Einfluss.

Häufigere bzw. weniger häufige Bewässerung als vom System geschätzt einstellen:

Schiebt man den Regler nach links, dann wird in einem Monat häufiger gegossen, also z.B. 6 mal statt 5 mal, schiebt man ihn nach rechts, dann weniger häufig. Im gleichen Ausmaß wird die Laufzeit der Bewässerung verringert bzw. erhöht, so dass diese Änderung keine Auswirkung auf die insgesamt verbrauchte Wassermenge hat, das Wasser wird nur anders getimt verbraucht.

Beobachtet man stattdessen, dass die Intervalle prinzipiell schon ok wären, aber die Laufzeit zu kurz ist, um die Zone ausreichend mit Wasser zu versorgen, oder im Gegensatz unnötig lang, so dass Wasser vergeudet wird, dann kann man die Laufzeit der Bewässerung anpassen. Diese Veränderung wirkt sich nicht auf die Intervalle aus und erhöht bzw. verringert somit 1 zu 1 den Wasserverbrauch.

So lässt sich eine längere bzw. kürze Laufzeit einstellen:

Im Beispiel schätzt das System eine Laufzeit von 93 Minuten. Bei dieser würde die Effizienz 75% betragen. 100% wären die theoretisch mögliche optimale Effizienz, bei der wirklich punktgenau so viel gegossen wird wie notwendig ist. Diese auszutesten ist aber mit einem sehr hohen Risiko verbunden, dass die Pflanzen zeitweise zu wenig Wasser bekommen und darunter leiden, daher ist es sinnvoller eine bestimmte Reserve mit einzuberechnen. Das B-hyve System stellt automatisch auf 75% Effizienz ein. Verlängert oder verkürzt man mit dem Schieberegler nun die Laufzeit, dann verringert bzw. erhöht das die Effizienz der Bewässerung und gleichsam den Wasserverbrauch für die Zone.

Auffangbehälter Test

Dieser Punkt hat keinen direkten Einfluss auf das B-hyve System. Er enthält einen Test, anhand dessen sich die Niederschlagsrate und die Gleichmäßigkeit der Bewässerung ermitteln lässt und in Folge Verbesserungspotentiale bezüglich gleichmäßiger Bewässerung aufdecken lassen. Zur Durchführung des Tests benötigt man geeignete Auffangbehälter. Wie der Test funktioniert, wird im Detail in der App erläutert.

Damit die intelligente Bewässerung arbeitet, muss sie nun nur mehr aktiviert werden:

Um einen möglichst korrekten Startpunkt für die Planung der Bewässerungsläufe zu haben, ist schlussendlich noch das aktuelle Bodenfeuchteniveau der Zone zu schätzen. Um die 80 bis 90% hätte man meiner Erfahrung nach, wenn der Boden nach einem gerade durchgeführten umfangreichen Bewässerungslauf oder Regenguss komplett bis zur Wurzelzone durchgefeuchtet wäre, nur 20 oder 30% wenn der Boden schon einige Tage kein Wasser mehr bekommen hätte. Ist man unsicher, sind vermutlich 50% ein guter Kompromiss.

Einschränkungen für Smart Watering treffen

Aktiviert man für eine Zone Smart Watering, dann trifft das System die Entscheidung, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit Bewässerungsläufe durchgeführt werden, prinzipiell selbständig. Das kann für einen passen oder auch nicht, wenn man z.B. im Garten bestimmten Einschränkungen unterliegt, an welchem Tagen bewässert werden darf bzw. man auch ganz bewusst die Bewässerung zu bestimmten Uhrzeiten oder Tagen durchgeführt haben möchte. Oder auch bestimmte Tage oder Uhrzeiten ausschließen möchte, weil man zu diesen den Garten nutzen möchte.

B-hyve gibt einem hier Möglichkeiten, die Automatik nach seinen Vorstellungen einzuschränken. Diese verstecken sich im Programmmenü hinter dem Smart Watering Icon:

Bei Klick darauf gelangt man zu einer Seite, auf der einem angezeigt wird, welche Zonen aktuell mit Smart Watering bewässert werden und auf der man eine bevorzugte Startzeit für das System festlegen kann:

Das System wird sich – soweit die Automatik das zulässt – möglichst an dieser bevorzugten Startzeit orientieren, sie aber nicht unter Garantie einhalten. Wenn man ganz sicher gehen möchte, dass Bewässerungsläufe an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Tageszeiten nicht durchgeführt werden, dann müssen diese Werte als Einschränkungen hinterlegt werden. Das geschieht durch Klick auf den Link „Einschränkungen intelligente Bewässerung“:

In der darauf folgenden Maske kann ein bestimmter Von/bis-Zeitraum von der Bewässerung ausgenommen werden und es kann genau definiert werden, an welchen Tagen eine Bewässerung stattfinden darf und an welchen nicht. In meinem Beispiel habe ich die Bewässerung für den Zeitraum von 09.00 bis 21.00 Uhr ausgenommen und hinterlegt, dass an Sonntagen nicht bewässert werden darf:

Feintuning der Smart Watering Ereignisse, welche die Bewässerung aussetzen

Diese wichtige Einstellung findet man recht versteckt im Menü My B-hyve unter Geräte und Weather Adjustmens. Das B-hyve System beobachtet im Smart Watering Modus Regenfall, Wind und Temperatur und entscheidet basierend darauf, ob ein geplanter Bewässerungslauf stattfindet oder entfällt. Das funktioniert mit den hier in den Einstellungen angeführten Grenzwerten und Wahrscheinlichkeiten. Eine Bewässerung wird ausgesetzt, wenn folgendes zutrifft:

  • Wenn eine 30%ige Wahrscheinlichkeit besteht, dass es regnen wird und zumindest 3,17 mm Niederschlag erwartet werden.
  • Wenn die prognostizierte Windgeschwindigkeit 32 km/h übersteigt (Hinweis: KPH ist englischsprachig für km/h)
  • Wenn die prognostizierte Temperatur 3 Grad unterschreitet

Trifft eines dieser Ereignisse zu, dann wird das Aussetzen des Laufes hinterlegt und im Home-Menü angekündigt. Das Aussetzen lässt sich dort, wenn man das möchte, auch stornieren, so dass der Bewässerungslauf wie geplant stattfindet.

Stellen sich diese Standard-Wahrscheinlichkeiten und Grenzwerte als für die eigene Praxis nicht tauglich heraus, kann man sie hier nach den eigenen Vorstellungen anpassen. Sie beeinflussen den Smart Watering Modus, in manuell erstellte Programme greifen sie nicht ein. Auch bei diesen bekommt man allerdings – wenn eines der Ereignisse zutrifft – am Handy eine Möglichkeit angezeigt, den geplanten Bewässerungslauf per Knopfdruck auszusetzen.

Auswahl einer Wetterstation

Das B-hyve System wählt automatisch eine Wetterstation in der Nähe der Adresse des Users aus, von der die aktuellen Wetterdaten für die smarte Steuerung der Bewässerung bezogen werden. Damit die Wahl der Station funktioniert, muss vorab im My B-hyve Menü unter den Gerätedetails die Adresse, an der der Bewässerungscomputer zur Anwendung kommt, hinterlegt werden und ein Name für den Bewässerungscomputer bestimmt werden. Darauf weist das Programm nirgends hin, sodass man unter Umständen erst darauf stößt, wenn die smarte Bewässerung nicht funktioniert.

Um die Adresse festzulegen, ist einfach in das Adressfeld zu klicken und das System kann dann mittels der GPS Funktion des Handys die aktuelle Position bestimmen.

Die vom System ausgewählte Wetterstation kann vom User in den Gerätedetails im Unterpunkt Weather Adjustments auf eine andere Station abgeändert werden.

Klick auf „Select Weather Station“:

Es wird ein Google Kartenausschnitt rund um die festgelegte Adresse angezeigt. Die mit dem B-hyve Logo gekennzeichnete Station ist die vom System automatisch ausgewählte, am nächsten zur Adresse liegende Wetterstation. Alternativ dazu kann eine andere öffentliche Wetterstation ausgewählt werden. Wenn man den Schieber bei „Personal Weather Stations“ aktiviert, werden zusätzlich auch private bei PWSWeather.com angemeldete Wetterstationen mit zur Auswahl gestellt.

Auf diese Art und Weise wäre es auch möglich, seine eigene persönliche Wetterstation in B-hyve zu verwenden. Dazu muss diese vorab auf der Website PWSWeather.com angelegt werden, um hier zur Auswahl zu stehen. Zusätzliche Kosten fallen dafür, anders als bei Hydrawise, nicht an.

Programme einrichten

Die Voraussetzung um ein Programm einzurichten, ist die vorherige Anlage von zumindest einer Zone. Wenn die Zone bereits automatisiert mit Smart Watering bewässert wird, dann ist kein zusätzliches Programm anzulegen. Außer man möchte Zonen zusätzlich zur Automatik auch noch mit festgelegten periodischen Bewässerungsläufen gießen., was aber in den seltensten Fällen Sinn machen dürfte. Oder man kann natürlich auch einen Teil der Zonen automatisiert mit Smart Watering gießen lassen und für den anderen Teil ein manuell erstelltes Programm hinterlegen. Wenn Smart Watering für zumindest eine der Zonen in Verwendung ist, dann wird das im Programmmenü ganz oben angezeigt:

Ein Programm kann man sich ähnlich wie ein Waschprogramm in einer Waschmaschine vorstellen. In diesem werden nacheinander verschiedene Phasen durchlaufen (Waschen, Spülen, Schleudern), im Bewässerungsprogramm werden stattdessen ab der festgelegten Startzeit ausgewählte Zonen abgearbeitet. Und zwar alle Zonen direkt nacheinander und für die für diese Zone festgelegte Zeitdauer. Ein Programm könnte also z.B. bestehen aus:

  • 50 Minuten Zone 1 (Rasen Teil 1)
  • 50 Minuten Zone 2 (Rasen Teil 2)
  • 35 Minuten Zone 3 (schattiger Rasen)
  • 120 Minuten Zone 4 (Hecke)

Das Programm benötigt eine oder mehrere Startzeiten und einen oder mehrere Wochentage, an denen es laufen soll. Würde man für das obige Programm also z.B. als Wochentag Montag und als Startzeit 06:00 Uhr festlegen, dann würde am Montag um 06.00 Uhr mit dem Gießen von Zone 1 begonnen werden und 4 Stunden und 15 Minuten später um 10:15 Uhr würde das Programm enden.

B-hyve bietet 4 Programme A, B, C und D. Nur bei Nutzung des Orbit B-hyve Smart Wasserhahn Timers sind aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen nur 3 Programme möglich. Ich habe allerdings in älteren Videos im Web gesehen, dass auch andere B-hyve Modelle, für die mittlerweile 4 Programme möglich sind, zuvor auf 3 Programme begrenzt waren. Eventuell wird also auch beim Wasserhahn Timer noch auf 4 Programme erhöht.

Für jedes der Programme können bis zu 4 Startzeiten definiert werden. Eine zusätzliche Startzeit bedeutet, dass das gleiche Programm an dem/den ausgewählten Wochentag(en) ein weiteres mal durchgeführt wird. Bei der Rasenbewässerung ist das üblicherweise kein Thema, da gilt im Gegenteil das Prinzip lieber weniger häufig aber dafür ordentlich gießen. Aber bei der Neuansaat eines Rasens ist es in der Regel erforderlich. Da die Rasensamen sehr schnell austrocknen können, wird in den ersten Wochen empfohlen, bis zu 4 mal täglich für wenige Minuten zu gießen, so dass der Samen immer leicht feucht bleibt. Auch bei empfindlichen Topfpflanzen in exponierter Lage kein es erforderlich sein, mehrmals pro Tag zu gießen.

Ein Programm wird durch Tippen auf den Programmplatz aktiviert. Man gelangt dann in das Programm-Einstellungsmenü.

Es sind die folgenden Einstellungen zu treffen:

  1. Programmname:
    Ein möglichst sprechender Name hilft einem, die Programme unterscheiden zu können, wenn man mehrere Programme anlegt. In dem Fall lege ich das Programm „Rasen“ an, das die als Rasen definierten Zonen beinhalten soll:
  2. Startzeit:
    Ein Programm benötigt verpflichtend eine Startzeit, zu der es zu laufen beginnt. Mit Beginn der Startzeit wird mit der ersten dem Programm zugewiesenen Zone begonnen und dann ohne Unterbrechung alle weiteren zugewiesenen Zonen in der definierten Reihenfolge abgearbeitet. Es können maximal 4 Startzeiten definiert werden. In meinem Beispiel zur Beregnung von normalem Rasen reicht mir einer Startzeit aus. Bei der Bestimmung der Startzeit auf VM (= Vormittag) und NM (= Nachmittag) Acht geben! Das kann man im gelben Balken rechts von der Uhrzeit umstellen!Klick auf Startzeit hinzufügen:

    Startzeit auswählen:
    Mit Klick auf OK ist die Startzeit hinzugefügt:
  3. Zonen:
    Hier definiert man, welche Zonen im Programm beregnet werden sollen. Mindestens eine Zone muss ausgewählt werden, das mögliche Maximum ist die Anzahl der im Bewässerungssystem vorhandenen Zonen, wobei jede Zone innerhalb eines Programmes nur einmal ausgewählt werden kann. Es ist also nicht möglich, die Zone 1 ganz am Anfang und dann wieder am Schluss des Programmes zu beregnen. In meinem Fall wähle ich für mein Rasen-Programm, die Rasen-Zonen aus. Die zwei sonnig gelegenen lasse ich jeweils 55 Minuten beregnen, für die schattigere Zone reichen 30 Minuten. Die maximal mögliche Laufzeit des Systems beträgt 4 Stunden, die kürzest mögliche 1 Minute.

    Klick auf Zone ändern/hinzufügen:

    Die gewünschte Zone auswählen:
    Laufzeit der Zone festlegen:

    Nach Wiederholung dieses Vorganges für die zwei weiteren Rasenzonen sind insgesamt 3 Zonen meinem Bewässerungsprogramm hinzugefügt:

  4. Bewässerungszeitpunkt
    Hier kann man entweder einen oder mehrere Tage der Woche auswählen oder einstellen, dass jeden zweiten Tag jeweils an geraden bzw. ungeraden Tagen beregnet wird. Die dritte Alternative ist es, das Bewässerungsintervall frei vorzugeben. Hier kann eine Auswahl zwischen alle 1 Tage (= jeden Tag) bis alle 32 Tage getroffen werden. In meinem Fall reicht mir eine Bewässerung einmal wöchentlich am Montag.Gewünschten Tag auswählen:
  5. Programm zeitlich befristen
    Im Normalfall wird man das nicht benötigen und kann die Einstellung unverändert (= unbefristet) lassen. In Sonderfällen, z.B. Anwachsprogramm für einen frisch angesäten Rasen, kann es aber hilfreich sein, das Programm zeitlich zu befristen. Sowohl der Tag, an dem es starten soll, als auch der Tag, zu dem es enden soll, sind frei auswählbar.In meinem Fall lasse ich die Einstellung unbefristet:
  6. Saisonale Anpassung
    Dieser Punkt heißt im B-hyve System Bewässerungsbudget, ohne Vorkenntnisse kommt man eher nicht gleich darauf, was man hier einstellen kann. Er dient dazu die Bewässerungslaufzeit ohne notwendige Abänderung des Programms auf sehr schnelle Art und Weise anpassen zu können. Standardmäßig steht das Budget auf 100%, damit wird genau so lange beregnet wie man in Punkt 3 definiert hat.Normalerweise legt man diese Laufzeit für die heißeste Zeit im Jahr fest, meine festgelegten 55 Minuten Laufzeit würden also für den Hochsommer gelten. Nun ist es aber nicht in allen Monaten so heiß wie im Hochsommer und z.B. im März oder April reicht es, den Rasen weniger lang zu gießen. Möchte man in meinem Beispiel die Zone C statt 30 Minuten nur 15 Minuten bewässern, dann verändert man dazu das Bewässerungsbudget von 100% auf 50%. Möchte man sie doppelt so lange bewässern lassen, dann verändert man von 100% auf 200%. Einstellungen zwischen 10% und 200% sind möglich.In meinem Fall belasse ich das Budget zum aktuellen Zeitpunkt bei 100%.

Damit ist das Rasen-Programm nun angelegt. Bis zu 3 weitere Programme können definiert werden. In meinem Fall lasse ich die vierte Zone Gemüsebeet in einem eigenen separaten Programm ausführen, da diese in einem anderen Rhythmus bewässert werden muss als die Rasen-Zonen. Nach Anlage dieses zusätzlichen Programmes werden schlussendlich zwei fertige Programme im Programm Menü angezeigt:

Programmvorlagen abspeichern

B-hyve bietet die Möglichkeit, Vorlagen für Programme für eine spätere Verwendung weg zu speichern.

Dazu ist im Programm-Menü der Menüpunkt „Andere gespeicherte Programme“ auszuwählen. Es werden einem nun alle bisher angelegten Vorlagen angezeigt. Darunter befinden sich auch die zwei zuvor angelegten Programme, die automatisch auch als Vorlage weggespeichert wurden und ein zusätzlich von mir definiertes Programm für neu angelegten Rasen. Durch Klick auf das Plus-Symbol lässt sich eine weitere Vorlage anlegen. Die Anlage funktioniert auf die gleiche Art und Weise wie zuvor bei der Anlage eines Programmes beschrieben.

Bewässerungskalender

Im Menü Kalender wird in einer Monatsübersicht dargestellt wann die nächsten Bewässerungsprogramme stattfinden und an welchen Tagen in die Vergangenheit diese stattgefunden haben. Die Programme werden dabei mit den aus dem Programmmenü bekannten Farben dargestellt, so dass man auf einem Blick leicht erkennen kann, wann welches Programm läuft. Durch Klick auf einen Tag werden einem Detailinformationen zum Programm wie Startzeit, Laufzeit und enthaltene Zonen dargestellt.

Wie folgt wird der Kalender dargestellt, wenn man die Bewässerungsläufe nicht in Programmen sondern mit Smart Watering steuern lässt. Die Bewässerungsläufe sind hier mit einer Glühbirne dargestellt und es werden zusätzlich Wetterinformationen angezeigt:

Bewässerungsverlauf

In diesem unter My B-hyve angesiedelten Menüpunkt lassen sich auf Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresbasis die Anzahl der Minuten nachvollziehen, die beregnet wurde. Somit lässt sich gut vergleichen, ob man im Vergleich zum Vorjahr bzw. Vormonat Wasser eingespart hat oder nicht und sehen, welche Programme bzw. Zonen am meisten Wasser verbrauchen.

Verfügt der genutzte Orbit Bewässerungscomputer über einen integrierten Wasserdurchflussmesser, wie das beim Orbit B-hyve Smart Wasserhahn Timer (Amazon Link) der Fall ist, dann wird zusätzlich auch noch der tatsächliche Wasserverbrauch in Liter angezeigt. Für die anderen B-Hyve Modelle, die keinen Durchflussmesser integriert haben, bietet Orbit eine Möglichkeit, einen Durchflussmesser durch Koppelung an einen Flume Account zu integrieren. Flume ist ein Anbieter eines smarten Durchflusssensors.

Startseite (Home)

Bei Aufruf der App wird automatisch das Home-Menü gestartet. In diesem wird einem der nächste geplante Programmlauf angezeigt.
Zusätzlich enthält das Home-Menü die Menüpunkte „Regenverzögerung“ und „Water Manually“. Deren Funktionalität beschreibe ich im Anschluss.
Oben links hinter dem W-LAN-Symbol verbergen sich zwei Möglichkeiten:

  • Den Bewässerungscomputer über Bluetooth steuern
  • Die W-LAN-Einstellungen anpassen

Das erste könnte notwendig werden, sollte man einmal am Computer keinen W-LAN Empfang haben. Dann kann man diesen stattdessen über Bluetooth bedienen. Damit das funktioniert, muss man sich in unmittelbarer Nähe des Computers befinden. Die Anpassung der W-LAN-Einstellungen wird z.B. notwendig wenn man den W-LAN-Anbieter wechselt oder sein W-LAN-Passwort abgeändert hat.

Oben rechts wird zudem ein Symbol zum aktuellen Wetter sowie die Tageshöchsttemperatur und Tiefsttemperatur angeführt.

Manuellen Bewässerungslauf starten

Durch Klick auf den Menüpunkt „Water Manually“ im Home-Menü kann unabhängig von der Programmierung ein spontaner Bewässerungslauf gestartet werden. 3 Möglichkeiten stehen einem zur Auswahl:

  • Eine oder mehrere Zonen bewässern
  • Alle Zonen bewässern
  • Ein Programm ausführen lassen

Um eine einzelne Zone zu bewässern, ist einfach auf den Zonennamen zu klicken und anschließend die Bewässerungsdauer festzulegen. Klickt man anschließend auf das Play-Icon wird die Bewässerung durchgeführt. Klickt man stattdessen auf das Hakerl-Icon, dann wird die Zone mit der festgelegten Zeitdauer im ersten Schritt nur ausgewählt und man kann weitere Zonen hinzufügen. Durch Klick auf das Play-Icon ganz unten wird die Bewässerung für alle ausgewählten Zonen mit der jeweils festgelegten Zeitdauer durchgeführt. Bei Nutzung eines B-hyve Smart Wasserhahn Timers mit integriertem Wasserdurchflussmesser wird einem im System vor Start des Bewässerungslaufes angezeigt, wie viele Liter Wasser dieser verbrauchen wird.

Um ein Programm ausführen zu lassen, ist oben rechts auf den Link „Programme“ zu klicken und das gewünschte Programm auszuwählen. Das Programm wird dabei in seiner im Programm festgelegten Länge und mit den zugewiesenen Zonen abgespult.

Eine einmal gestartete manuelle Bewässerung kann jederzeit durch Klick auf den Stopp-Button gestoppt werden. Im Zuge der manuellen Bewässerung kann für die bewässerte Zone durch Klick auf den Regenverzögerung-Button auch gleich eine Beregnungsaussetzung für eine gewünschte Anzahl von Tagen hinterlegt werden, so dass sie nicht ein zweites Mal von einem eingeplanten Programm bewässert wird.

Beregnung manuell aussetzen lassen (Regenverzögerung)

Diese Option ist praktisch, wenn man einen eingeplanten Bewässerungslauf einmal ausnahmsweise nicht durchführen möchte, zum Beispiel weil man ihn ausnahmsweise manuell durchgeführt hat. Oder auch, wenn man aus irgendeinem anderen Grund unbedingt unterbinden möchte, dass in den nächsten x Stunden oder x Tagen eine Bewässerung durchgeführt wird und dafür nicht extra die Programmierung abändern will. Zum Aussetzen der Beregnung klickt man im Home-Menü auf den Menüpunkt Regenverzögerung und wählt die gewünschte Dauer zwischen 12 Stunden und 32 Tagen aus.

Automatische Benachrichtigungen aktivieren/deaktivieren

Das System bietet die Möglichkeit für 4 Ereignisse eine automatische Benachrichtigung zu aktivieren:

  • Es kommt zu einer Regenverzögerung (Bewässerungslauf wird ausgelassen)
  • Eine Bewässerung wurde abgeschlossen
  • Der Bewässerungscomputer kann ein Programm aufgrund eines Fehlers nicht ausführen (z.B. Kommunikationsprobleme oder beschädigte Drähte)
  • Der Bewässerungscomputer wurde ausgeschaltet

Die Benachrichtigungen werden als Push-Benachrichtigungen an das Handy geschickt. Damit das funktioniert, muss im My B-hyve-Menü im Menüpunkt Benachrichtigungen die Option „Benachrichtigungen aktivieren“ aktiviert sein und zusätzlich müssen jene Ereignisse aktiviert sein, über die man benachrichtigt werden möchte:

B-hyve Kontoeinstellungen verändern

Unter My B-hyve/B-hyve Konto können der im System hinterlegte Name sowie das Passwort abgeändert werden. Zudem ist hier die Umstellungsmöglichkeit der Einheiten vom imperialen auf das bei uns verwendete metrische System versteckt. Wenn also Inches und Gallonen statt Zentimeter und Liter angezeigt werden, dann ist das hier umzustellen.

Zudem ist die Integration von B-hyve mit Google Home, Alexa und Flume hier untergebracht, wobei zum Zeitpunkt des Beitrages eine Integration von Google Home und Alexa im deutschsprachigen Raum noch nicht möglich war.

Zu guter Letzt ist in den Kontoeinstellungen eine Logging-Möglichkeit eingebaut, die man eventuell einmal brauchen kann, wenn man gemeinsam mit dem Support auf Fehlersuche geht und man kann das Aussehen der App vom standardmäßig verwendeten hellen Style auf einen dunklen Style abändern. Wie dieser aussieht, zeigt die folgende Abbildung:

B-hyve Geräteeinstellungen verändern

Die wichtigsten hier recht versteckt unter My B-hyve/Geräte schlummernden Einstellungsmöglichkeiten habe ich mit den „Smart Watering Einschränkungen“, „Feintuning der Smart Watering Ereignisse“ und der „Auswahl der Wetterstation“ bereits weiter oben im Beitrag beschrieben. Abgesehen davon schlummern hier noch die W-LAN-Einstellungen und die Möglichkeit über Bluetooth zu steuern, die beide alternativ auch über das Home-Menü ausführbar sind und man kann den Computer von hier aus abschalten, eine Aktualisierung der Software am Gerät einleiten oder das Gerät aus der App entfernen.

Eine in der Praxis sinnvolle Funktion ist das automatische Ein- und Ausschalten des Systems zu einem bestimmten Datum. Auf diese Art und Weise kann man hinterlegen, dass der Bewässerungscomputer vor dem Winter abgeschaltet wird und dann rechtzeitig vor Start der neuen System automatisch wieder erwacht. Dafür braucht man nur einmal das Datum der Ein- und Ausschaltung zu definieren und kann das dann jährlich zum gleichen Datum wiederholen lassen.

Wichtig ist hier zudem die Funktion Gerätefreigabe, hinter der sich die Möglichkeit verbirgt, anderen Personen Zugriff auf den Bewässerungscomputer zu geben. Dazu kann ein Zugangscode für Manager (haben umfangreiche Rechte) oder Gäste (können nur Bedienfunktionen ausführen) erzeugt und an die gewünschte Person weitergegeben werden. Durch Eingabe dieses Codes in die App erhält die Person in Folge Zugriff auf den Bewässerungscomputer.

Bei Nutzung eines B-hyve Smart Wasserhahn Timers mit integriertem Wasserdurchflussmesser wird zudem zusätzlich der Menüpunkt „Voreingestellte Laufzeit“ angezeigt. In diesem kann festgelegt werden, wie lange die Bewässerung läuft, wenn sie direkt am Bewässerungscomputer durch Drücken des Ein-/Ausschaltknopfes gestartet wird. Standardmäßig sind hier 10 Minuten hinterlegt.

Fazit und Vergleich

Die B-hyve Software wirkt auf den ersten Blick mit ihren 5 Menüpunkten recht unspektakulär und auf die wesentlichen Funktionen beschränkt. Dieser erste Eindruck täuscht aber, da in den Untermenüpunkten eine Menge an Funktionalität untergebracht ist, die einem zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten gibt.

Diese Möglichkeiten muss man nicht nutzen: Wenn man möchte, dann kann man auch ganz einfach ein klassisches Bewässerungsprogramm hinterlegen und die smarte Funktionalität darauf beschränken, dass man von überall auf der Welt seine Bewässerung starten bzw. stornieren kann und immer und überall über den aktuellen Stand der Bewässerung informiert ist. Damit hat man auch im Urlaub die Bewässerung zu Hause gut im Griff.

Will man die Möglichkeiten der smarten Steuerung ausschöpfen, dann kann man alternativ den Smart Watering Modus nutzen. In dem Fall definiert man möglichst genau die am Standort vorhandenen Bedingungen und überlässt es der künstlichen B-hyve Intelligenz, daraus ein möglichst effektives Programm zu erstellen. Die Software entscheidet dann, sowohl an welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit die Bewässerung stattfindet, als auch wie lange die Läufe dauern und ob alles in einem Lauf durchgeführt wird, oder der Lauf zwecks besserer Versickerung in mehrere kürzere Läufe aufgeteilt wird. Man spricht hier von Zyklus- und Sickerphasen. Wie das ganze passiert, ist im Prinzip eine Blackbox und kann nur sehr bedingt nachvollzogen werden.

Da diese Auto-Logik nicht in allen Fällen perfekt brauchbare Ergebnisse bringen wird bzw. weil man bestimmte Dinge wie die Uhrzeit zu der bewässert wird, dann doch selbst entscheiden oder zumindest eingrenzen möchte, bietet B-hyve einige Möglichkeiten, in die Automatik einzugreifen bzw. Grenzwerte abzuändern, sollten die automatischen Vorgänge nicht nach Vorstellung funktionieren. Wird der Rasen also braun, weil B-hyve zu viele Bewässerungsläufe ausfallen lässt, dann kann man beispielsweise hinterlegen, dass erst ab einer höheren Regenwahrscheinlichkeit oder wenn mehr Regen erwartet wird Bewässerungsläufe ausgelassen werden.

Der Smart Watering Modus von B-hyve entspricht in etwa dem Smart (ET) Zeitplan Modus bei Hydrawise, wobei B-hyve hier sogar einen kleinen Vorteil hat, da man mehr Parameter zur Bewässerung und zu den Pflanzen eingeben kann und dem System so ein feinere Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung stellen kann. Will man sich nicht allzu sehr mit seiner Bewässerung beschäftigen und das System möglichst selbst machen lassen, dann ist das der ideale Modus.

Die B-hyve Software selbst macht prinzipiell einen guten Eindruck, das Interface ist recht userfreundlich gestaltet und man merkt am Funktionsumfang, dass hier viele Tausende Entwicklerstunden hineingeflossen sind. Manches wirkt aber auch noch etwas unausgegoren und an einigen Stellen sind Funktionalitäten sehr schlecht erklärt, so dass man selbst mit umfangreichen Vorkenntnissen zur Materie nur raten kann, was genau sie bewirken sollen. Da helfen einem auch gute Englischkenntnisse nichts, weil vieles auch auf Englisch nicht erklärt ist. Auch hat man teils den Eindruck, dass die Programmierer bereits Dinge eingebaut haben, von denen die Leute im Marketing und in der Produktgestaltung noch gar nichts mitbekommen haben und manche Funktionalität findet sich an Stellen, an denen man sie nicht vermutet hätte. Das ist im schon länger am Markt etablierten Hydrawise System besser, dort ist alles schön im Detail beschrieben und wirkt vergleichsweise strukturiert.

Ein erhebliches Manko ist aus meiner Sicht im Vergleich zu Hunter Hydrawise, dass man die smarte Funktionalität nicht für eigenständig angelegte Programme nutzen kann. Bei Hydrawise kann man sein Programm anlegen und zu diesem eine Reihe von Regeln definieren, die die Bewässerung entweder ganz aussetzen oder in der Länge anpassen bzw. öfter oder seltener ausführen. Mit etwas Beobachtung der eigenen Bewässerung und Tüftelei kann man sich so mit der Zeit an das für sich perfekt passende Setting herantasten. Im B-hyve System muss man sich entscheiden zwischen Programm selbst hinterlegen oder Smart Watering Modus, eine Lösung die beides beinhaltet wie bei Hydrawise wird nicht angeboten. Zumindest werden einem aber auch beim Nutzen von eigenen Programmen Empfehlungen für das Aussetzen von Bewässerungsläufen gegeben, wenn die Wetterprognose dementsprechend ausfällt. Hier hat aus meiner Sicht Hydrawise die Nase vorn und bietet für diejenigen, die bei der Abstimmung der Bewässerungslösung ins Detail gehen wollen, mehr Möglichkeiten.

Auch fehlen bei Orbit die sehr nützlichen Möglichkeiten wie bei Hydrawise Sensoren mit einzubinden. Hydrawise ermöglicht hier Sensoren selbst zu definieren und bei Bedarf auch einen Durchflussmesser am Sensoreingang anzuschließen.

Eindeutig im Vorteil sehe ich B-hyve im Vergleich zum Rain Bird Smart Watering System, das in erster Linie eine Möglichkeit beinhaltet, die Bewässerung aus der Ferne zu steuern, aber nur eine sehr eingeschränkte smarte Funktionalität bietet. Hier ist das B-hyve System im Vergleich wesentlich ambitionierter und enthält viel mehr Funktionalität. Und das bei einem im Vergleich günstigeren Preis.

Klar im Vorteil ist B-hyve auch gegenüber dem Gardena Smart System, das eine Steuerung abhängig von Wetterereignissen derzeit erst in recht eingeschränktem Umfang ermöglicht.

Funktional ganz anders, aber im Vergleich auch nicht schlecht ist das LinkTap System, das im durchlaufenden Bewässerungscomputer LinkTap G2 zur Anwendung kommt. Es ist weniger detailliert, ermöglicht mit seiner Funktionalität aber durchaus eine sinnvolle Wettersteuerung und hat im Vergleich zu B-hyve Vorteile bei den automatischen Benachrichtigungen, von denen LinkTap wesentlich mehr Typen anbietet. Zum Beispiel auch zum sehr nützlichen Punkt der Wasserdurchflussüberwachung, die einen warnt, wenn Wasser unkontrolliert austreten sollte oder einmal kein Wasser zur Verfügung steht.

Im Endeffekt bleibt Hunter Hydrawise mein persönlicher Favorit, weil es eine noch detailliertere Steuerung der Bewässerung aufgrund von Wetterdaten zulässt und diese Steuerung aus meiner Sicht auch transparenter nachvollziehbar ist als bei B-hyve. In Hydrawise kann man direkt auf die Wetterdaten mit bestimmten Regeln reagieren, in B-hyve definiert man zuallererst die Situation am Ort der Bewässerung und B-hyve leitet daraus in seiner Blackbox das aus Systemsicht passende Programm ab und fährt auf Autopilot. Ob man das so mag ist Geschmackssache, ich bevorzuge es dem System klipp und klar vorgeben zu können, was es in welcher Situation zu tun hat. Wenn man sich weniger involvieren möchte, kann einem aber auch genau der andere Ansatz sympathischer sein. Daher bietet Hydrawise ja beide Möglichkeiten im System an, bei B-hyve legt man sich auf die Autopilot Möglichkeit fest. Auch wirkt Hydrawise ausgereifter und stabiler, man merkt ihm an, dass die Kinderkrankheiten großteils schon ausgemerzt sind. B-hyve hat später mit der Software begonnen und dieses Stadium noch nicht abgeschlossen.

Es gibt allerdings auch gewichtige Argumente, die für die B-hyve-Lösung sprechen. Da wäre zuerst einmal der Preis: Die B-hyve Computer kosten um ein schönes Stück weniger als die Mitbewerberprodukte! Rain Bird und LinkTap sind locker mal 50% teurer, Gardena kostet überhaupt gleich mehr als das Doppelte, muss doch ein teurer Gateway mit gekauft werden, und die Premiumlösung Hydrawise lässt sich die Qualität sogar noch höher bezahlen. Bei Hydrawise kann man das mit der gebotenen Leistung argumentieren, LinkTap halte ich für gleichwertig, die smarte Software von Gardena und Rain Bird ist der Orbit Software aus meiner Sicht aktuell jedoch unterlegen. Wenn man also einen durchaus passablen smarten Computer zum sehr fairen Preis sucht, dann macht man mit einem B-hyve-Computer nichts falsch! Und wenn das B-hyve Entwicklerteam sein bisheriges Tempo beibehält, dann kann mit baldigen weiteren Verbesserungen bzw. einem Ausmerzen der noch bestehenden Schwachstellen rechnen.

Kaufmöglichkeit

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