Regen-, Bodenfeuchte- und andere Sensoren

Sensoren geben einem die Möglichkeit, die Bewässerung dynamisch an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen. Damit kann die Bewässerung einerseits perfekt auf die Anforderungen von Rasen und Pflanzen abgestimmt werden und andererseits hilft es, Wasser zu sparen und man muss sich weniger darum kümmern, die Bewässerung manuell an Jahreszeiten und Wetterbedingungen anzupassen. Dieser Blogbeitrag gibt Ihnen eine Übersicht, welche unterschiedlichen Typen von Sensoren es gibt, wie sie funktionieren und welche Produkte am Markt angeboten werden.

Regensensoren

Es gibt zwei Arten von Regensensoren:

  • Regensensoren, die mittels Linse auf optischem Weg registrieren, wenn es regnet und in Folge den Start der geplanten Bewässerung verhindern bzw. einen bereits gestarteten Bewässerungslauf stoppen
  • Regensensoren, die die Menge des gefallenen Regens messen und wenn diese einen bestimmten Wert überschreitet dafür sorgen, dass die Beregnung aussetzt. Das geschieht, indem der Sensor, sobald der Grenzwert überschritten wird, einen Aus-Impuls an den Beregnungscomputer sendet. Bei den meisten Sensoren kann der Grenzwert individuell festgelegt werden, beim Rain Bird RSD z.B. zwischen 3 und 19 mm Regenmenge. Welche Einstellung man trifft, hängt von der geplanten Häufigkeit der Bewässerung und dem Wasserbedarf der zu bewässernden Fläche ab. Das Messen der Regenmenge erfolgt bei modernen Sensoren nicht mehr durch direktes Messen der aufgefangenen Regenmenge, sondern mit Hilfe eines im Sensor verbauten Kork ähnlichen Materials, das die Flüssigkeit auffängt und sich umso mehr ausdehnt, je nasser es wird. Hört der Regen auf, dann trocknet es wieder ab und schrumpft dabei nach und nach zur ursprünglichen Größe zurück. Erst wenn es eine vorgegebene Größe unterschreitet, wird die Blockierung der Beregnung wieder beendet, indem der Sensor den Aus-Impuls nicht mehr an den Beregnungscomputer sendet. Es kann sodann wieder mit dem einprogrammierten Beregnungsprogramm fortgesetzt werden. Wichtig ist es, den Sensor auf einer freien, ungeschützten Fläche zu montieren, damit der Regenfall jenem Regenfall gleicht, der auf der zu beregnenden Fläche ankommt. Ebenfalls sollte die Sonneneinstrahlung jener der bewässerten Fläche entsprechen: Liegt die bewässerte Fläche z.B. die meiste Zeit in der Sonne, dann ist auch der Sensor an einer ähnlichen Stelle zu montieren, damit auch die Verdunstung den tatsächlichen Gegebenheiten möglichst entspricht.

Ein Beispiel für den ersten Typ ist der Regensensor electronic von Gardena. Zum zweiten Typ zählen der Rain Bird RSD, der Hunter Mini-Clik und der Hunter Rain-Clik. Den Rain-Clik unterscheidet von den anderen zwei Regensensoren die eingebaute „Quick Response“ Funktion. Diese bewirkt, dass der Sensor im Fall von Regen praktisch sofort für einen Stopp der Bewässerung sorgt. Je nach Wetterlage wird die Beregnung in einem solchen Fall für 3 Minuten bis 4 Stunden unterbrochen. Der Rain Bird Sensor und der Hunter Mini-Clik hingegen tun das immer erst in dem Moment, in dem der festgelegte Grenzwert überschritten wurde. Ob das ein Vorteil ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für die Quick Response Funktion des Hunter Rain-Clik spricht in erster Linie das Argument, dass die Nachbarn nicht komisch schauen, wenn man bei Regen bewässert. Auf der anderen Seite sorgt hier bereits kurzer Nieselregen für ein Aussetzen der Bewässerung. Im Fall einer wöchentlichen Bewässerung kann das bedeuten, dass der Rasen eine Woche lang praktisch ohne Wasser bleibt. Der Rasen erhält dann unter Umständen nicht die notwendige Mindestmenge an Wasser und nimmt Schaden. Beim Rain Bird RSD und beim Hunter Mini-Clik wird hingegen erst ausgesetzt, sobald der Grenzwert erreicht ist, es kann also auch passieren, dass während eines starken Regengusses parallel dazu beregnet wird. Die Sensoren unterbrechen immer erst bei Erreichen des Grenzwertes.

Kann man die Regensensoren herstellerübergreifend nutzen?

Die meisten Regensensoren arbeiten nach dem gleichen „normally closed“ Prinzip. Solange der Sensor trocken ist und der Schwellwert nicht erreicht wurde, ist der Sensorkreislauf geschlossen. Erst wenn der Schwellwert überschritten wird, der Regensensor also auslöst, wird der Kreislauf geöffnet und damit die Verbindung zu den Magnetventilen unterbrochen -> Das Signal zur Beregnung wird nicht empfangen. Erst wenn der sich die Nässe im Sensor so weit zurück bildet, dass der Kreislauf wieder geschlossen wird, wird auch die Verbindung zu den Magnetventilen wieder hergestellt und eine Beregnung kann wieder durchgeführt werden. Die drei zuvor vorgestellten Rain Bird RSD, Hunter Mini-Clik und Hunter Rain-Clik arbeiten zum Beispiel nach diesem Prinzip und können demnach auch mit Beregnungscomputern der jeweils anderen Marke genutzt werden. Hunter gibt für seinen Rain-Clik Sensor auch selbst an, dass dieser mit den meisten Beregnungscomputern genutzt werden kann.

Diese Kompatibilität gilt natürlich nicht für Hersteller deren Regensensor nach einem ganz anderen Prinzip arbeiten, wie z.B. Gardena. Auch funktionieren die meisten Regensensoren und auch anderen Sensoren nur mit 24 Volt Bewässerungscomputern zur Ventilsteuerung. Nur ausgewählte funktionieren auch mit batteriebetriebenen 9 Volt Bewässerungscomputern.

Kabellose Regensensoren

Die zuvor angeführten Sensoren sind Sensoren, die mittels Kabelverbindung mit dem Bewässerungscomputer verbunden werden. Alternativ dazu werden auch Modelle angeboten, die kabellos funktionieren. Der Impuls des Regensensors wird bei diesen via Funk an eine zusätzliche Funk-Empfangsstation gesendet, die nahe des Bewässerungscomputers montiert wird und das Signal sodann via Kabelverbindung an den Computer weitergibt.

Tipp: Rein optische Regensensoren wie der Gardena Regensensor electronic, machen aus meiner Sicht schon von der Grundüberlegung wenig Sinn, sie unterbinden ausschließlich dass während eines Regenfalls bewässert wird. Sie messen jedoch nicht die Menge des Regenfalls. Ob es vor und nach der Bewässerung trocken ist oder in Massen schüttet, hat somit keinerlei Auswirkung. Meiner Meinung nach ist so ein Regensensor kaum sinnvoll einzusetzen.

Regensensoren bei Amazon

Im Anschluss Amazon-Links zu einigen der vorgestellten kabelgebundenen und kabellosen Regensensoren.

Regensensoren mit Kabelverbindung

Hunter Mini-Clik Hunter Rain-Clik Rain Bird RSD
Typ Regensensor (Messung der Regenmenge) Regensensor (Messung der Regenmenge) Regensensor (Messung der Regenmenge)
Einstellmöglichkeit Grenzwert kann zwischen 3 und 25 mm Niederschlag festgelegt werden. Bei Eintreten von Regen, bis 3 mm Niederschlag wird automatisch die Quick Response Blockierung ausgelöst, ab 30 mm die langfristige Blockierung (bis Abtrocknen des Korks). Die Trocknungszeit kann durch Einstellen von Lüftungsschlitzen beeinflusst werden. Grenzwert kann zwischen 3 und 19 mm Niederschlag festgelegt werden. Die Trocknungszeit kann durch Einstellen eines Lüftungsringes beeinflusst werden.
Kompatibel unter anderem mit folgenden Bewässerungs-Computern Hunter Eco Logic, Hunter X-Core, Hunter HC Hydrawise, Hunter Pro-HC HydrawiseHunter XC Hybrid, Hunter Node, Hunter Pro-C, Hunter ICC2 Hunter Eco Logic, Hunter X-Core, Hunter HC Hydrawise, Hunter Pro-HC HydrawiseHunter XC Hybrid, Hunter Node, Hunter Pro-C, Hunter ICC2 Rain Bird ESP-TM2, Rain Bird ESP-RZX, Rain Bird ESP-ME, Rain Bird ESP-ME3, Rain Bird ESP-LXME

Gardena Regensensor electronic
Typ Regensensor optisch
Einstellmöglichkeit Keine
Kompatibel mit folgenden Bewässerungs-Computern Gardena Bewässerungssteuerung 4030, Gardena Bewässerungssteuerung 6030, Gardena Steuerteil

Kabellose Regensensoren

Hunter WR-Clik Rain Bird WR2 Hunter WRF-Clik
Typ Funk-Regensensor (Messung der Regenmenge) Funk-Regen- und Frostsensor (Messung der Regenmenge) Funk-Regen- und Frostsensor (Messung der Regenmenge)
Einstellmöglichkeit Bei Eintreten von Regen, bis 3 mm Niederschlag wird automatisch die Quick Response Blockierung ausgelöst, ab 30 mm die langfristige Blockierung (bis Abtrocknen des Korks). Die Trocknungszeit kann durch Einstellen von Lüftungsschlitzen beeinflusst werden. Grenzwert kann zwischen 3 und 19 mm Niederschlag festgelegt werden. Bei Eintreten von Regen wird automatisch die Quick Shut Off Blockierung ausgelöst. Bei Eintreten von Regen, bis 3 mm Niederschlag wird automatisch die Quick Response Blockierung ausgelöst, ab 30 mm die langfristige Blockierung (bis Abtrocknen des Korks). Die Trocknungszeit kann durch Einstellen von Lüftungsschlitzen beeinflusst werden.
Kompatibel unter anderem mit folgenden Bewässerungscomputern Hunter Eco Logic, Hunter X-Core, Hunter HC Hydrawise, Hunter Pro-HC HydrawiseHunter XC Hybrid, Hunter Node, Hunter Pro-C, Hunter ICC2 Rain Bird ESP-TM2, Rain Bird ESP-RZX, Rain Bird ESP-ME, Rain Bird ESP-ME3, Rain Bird ESP-LXME Hunter Eco Logic, Hunter X-Core, Hunter HC Hydrawise, Hunter Pro-HC HydrawiseHunter XC Hybrid, Hunter Node, Hunter Pro-C, Hunter ICC2

Bodenfeuchtesensoren

Bodenfeuchtesensoren gehen noch einen Schritt weiter als Regensensoren. Während Regensensoren nur messen, wie viel Feuchtigkeit durch Regen in den Boden kommt, setzen Bodensensoren direkt bei den Pflanzen an und messen, wie viel Feuchtigkeit diesen tatsächlich zum aktuellen Zeitpunkt zur Verfügung steht. Dazu wird im Wurzelbereich der Pflanzen in der Regel alle 10 Minuten gemessen, wie viel Feuchtigkeit der Boden enthält. Beim Rasen ist der relevante Bereich ca. 15 cm unter der Erdoberfläche.

Die grundsätzliche Funktionsweise des Bodenfeuchtesensors ist sehr ähnlich wie die des Regensensors: Sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt, wird ein Signal an den Beregnungscomputer gesendet und die Beregnung ausgesetzt. Im Fall des Bodenfeuchtesensors ist das Ereignis ein Überschreiten eines bestimmten, vom Anwender festgelegten Mindest-Feuchtigkeitsniveaus.

Wie findet man das richtige Feuchtigkeitsniveau heraus?

Dazu findet man in den Produktbeschreibungen der einzelnen Hersteller exakte Anleitungen. Prinzipiell funktioniert es so, dass man den Rasen oder andere Bepflanzungen mit der idealen Wassermenge bewässert und anschließend – nach einigen Stunden – nachmisst, welches Feuchtigkeitsniveau im Wurzelbereich herrscht. Man bewässert also z.B. am Abend den Rasen mit der erforderlichen Wassermenge von 20 Litern pro Quadratmeter und misst dann am nächsten Tag am Morgen das Feuchtigkeitsniveau in der Wurzelzone in 15 cm Tiefe. Diese Messung kann mit der entsprechenden Funktion des Bodenfeuchtesensors durchgeführt werden.

Damit weiß man nun das Feuchtigkeitsniveau, mit welchem der Rasen ideal mit Wasser versorgt ist. Herrscht dieses Niveau, hätte es keinen Sinn eine Bewässerung durchzuführen. Ausgehend von diesem Niveau legt man nun fest, bei welchem Wert eine Bewässerung wieder durchgeführt werden soll, z.B. wenn die Feuchtigkeit nur mehr 80% dieses Niveaus beträgt.

Engmaschiger Bewässerungsrhythmus

Der Sensor würde dementsprechend die Bewässerung bei jedem Wert der der darüber liegt aussetzen. Damit das sinnvoll funktioniert, sollte der Bewässerungsrhythmus möglichst engmaschig festgelegt werden, also so dass z.B. in Tagesabständen oder sogar mehrmals am Tag eine Bewässerung einprogrammiert ist. Diese findet natürlich nicht täglich statt, weil das zu hohe Feuchtigkeitsniveau das unterbindet. Aber damit ist garantiert, dass bei Unterschreiten des notwendigen Feuchtigkeitsniveaus die Wartezeit bis zur nächsten Bewässerung möglichst gering ist.

Richtige Platzierung

Der Sensor ist an einer Stelle eines Bewässerungssektors zu platzieren, die für die zu bewässernden Sektoren typisch ist. So wird das dort vorherrschende Feuchtigkeitsniveau korrekt widergespiegelt. Macht die Steuerung über den Bodenfeuchtesensor nicht für alle Sektoren Sinn, kann man Sektoren explizit von der Steuerung über den Sensor ausnehmen. Bei der Positionierung des Sensors ist auch Acht zu geben, diesen in keinem Bereich zu platzieren, in dem sich Wasser sammelt, also z.B. neben Gehwegen. Und auch nicht an Stellen, die schattiger sind, als es im Durchschnitt der Fall ist.

Herstellerabhängige Unterschiede

In der Funktionsweise der Sensoren gibt es ja nach Hersteller wichtige Unterschiede:

Rain Bird

Der Rain Bird Sensor SMRT-Y meldet zu Beginn eines Bewässerungsprogrammes, ob das Feuchtigkeitsniveau eine Bewässerung erfordert. Ist das der Fall, dann wird das Bewässerungsprogramm in jedem Fall komplett abgespult, auch wenn das Feuchtigkeitsniveau während der Bewässerung den Grenzwert überschreitet. Damit ist es irrelevant, in welchem der Sektoren der Bodenfeuchtesensor platziert wird, da ein Ansteigen des Feuchtigkeitsniveaus durch die gerade durchgeführte Bewässerung nicht zu einem frühzeitigen Stopp der Bewässerung führt. Es werden in jedem Fall immer alle Sektoren bewässert.

Laut Rain Bird ist auch eine gemeinsame Nutzung mit dem Rain Bird RSD Regensensor möglich. Die zwei Sensoren würden dann additional wirken, das heißt nur sowohl der Regensensor kein Überschreiten des Regen-Grenzwertes als auch der Bodenfeuchtesensor kein Überschreiten des Mindest-Feuchtigkeitsniveaus meldet, wird bewässert.

Hunter

Beim Hunter Soil-Clik funktioniert es anders. Hier wird ein Anstieg des Feuchtigkeitsniveaus während der bereits gestarteten Bewässerung berücksichtigt. Sollte es also z.B. während der Beregnung zu schütten beginnen und der Boden viel früher durchnässt sein, dann wird die Bewässerung bei Überschreiten des Mindest-Feuchtigkeitsniveaus frühzeitig beendet. Der Nachteil dieser Variante ist, dass man bei der Platzierung des Sensors eingeschränkt ist. Dieser muss in jenem Sektor angebracht werden, der vom Bewässerungsprogramm als letztes durchlaufen wird. Im anderen Fall würde das Bewässern eines Sektors, durch den daraus resultierenden Feuchtigkeitsanstieg, das Bewässern der danach folgenden Sektoren abbrechen. Eine Besonderheit des Hunter Soil-Clik ist zudem, dass die Messsonde vom Anzeigedisplay getrennt ist. Bei den anderen Herstellern ist das immer eine Einheit. Das hat den Vorteil, dass man die Sonde flexibler positionieren kann, da sie komplett unter der Erde verborgen liegt und kein Display auf der Oberfläche aufliegt. Das Display kann an einer ganz anderen Stelle montiert werden und wird mittels Kabel mit der Messsonde verbunden. Es ist somit auch beim Mähen nicht im Weg.

Hunter empfiehlt den Hunter Soil-Clik auch in Kombination mit dem Hunter Solar Sync (Beschreibung siehe weiter unten). Der Solar Sync würde dann dafür sorgen, dass nicht bei Regen und Frost bewässert wird und die Beregnungs-Laufzeiten der aktuellen Wettersituation angepasst werden. Der Soil Click unterbindet zusätzlich, dass bei noch ausreichender Bodenfeuchte bewässert wird.

Gardena

Gardena bietet zwei Bodenfeuchtesensoren an. Das altbewährte Modell ist der Gardena Bodenfeuchtesensor. Dieser ist ein klassischer Bodenfeuchtesensor und funktioniert über Kabelverbindung. Wie beim Hunter Modell führt ein Überschreiten des Mindest-Feuchtigkeitsniveaus auch bei bereits gestarteter Bewässerung zu einem Stopp.

Das neuere Gardena Modell ist der smart Sensor. Dieser misst zusätzlich zur Bodenfeuchtigkeit auch noch die Temperatur und die Lichtintensität und funktioniert ohne Kabelverbindung. Um ihn nutzen zu können, ist der Erwerb von zwei weiteren Gardena smart Produkten notwendig: Dem Gardena Gateway, der ans W-LAN oder LAN angebunden wird und mit allen Gardena Smart Produkten kommuniziert. Und dem Gardena Beregnungscomputer smart Irrigation Control (oder alternativ der Gardena smart Water Control), der die Impulse des smart Sensors empfängt und in die Beregnung einfließen lässt. Das funktioniert im Prinzip auf die gleiche Art und Weise wie beim klassischen Gardena Modell: Ein Überschreiten des gesetzten Mindest-Feuchtigkeitsniveaus unterbindet die Bewässerung, ein Unterschreiten lässt sie zu. Die gemessenen Ergebnisse führen also nicht, wie man es evtl. erwarten könnte, zu einer dynamischen Anpassung der Bewässerung, zum Beispiel über eine Reduzierung der Wassermenge. Die gemessene Temperatur und die Lichtintensität haben  gar keinen Einfluss auf die Bewässerung und werden nur rein zu Informationszwecken dem User in der App angezeigt. Eventuell wird das im Zuge kommender Softwareupdates aber noch verbessert, hier sollte man sich bei Interesse immer wieder über den aktuellen Stand informieren.

Weiterführender Link: Gardena Smart Sensor im Praxistest

Toro

Ebenfalls einen kabellosen Bodenfeuchtesensor bietet Toro mit dem Toro Precision Soil Sensor an. Praktisch: Die kompakte Sensor Sonde wird flach in den Boden gedrückt, so dass sie beim Rasenmähen einfach überfahren werden kann. Toro ermöglicht die gesicherte Bewässerung aller Sektoren, indem der Sensor nach Start der Bewässerung eine 4stündige Wartezeit einhält, in der – auch wenn der Grenzwert überschritten werden sollte – keinesfalls ein Stopp gemeldet wird.

Bodenfeuchtesensoren bei Amazon

Im Anschluss Amazon-Links zu den vorgestellten Bodenfeuchtesensoren.

Hunter Soil-Clik Rain Bird SMRT-Y Gardena Bodenfeuchtesensor
Typ Bodenfeuchtesensor  Bodenfeuchtesensor  Bodenfeuchtesensor
Kompatibel unter anderem mit folgenden Bewässerungs-Computern Hunter Eco Logic, Hunter X-Core, Hunter HC Hydrawise, Hunter Pro-HC HydrawiseHunter XC Hybrid, Hunter Node, Hunter Pro-C, Hunter ICC2 Rain Bird ESP-TM2, Rain Bird ESP-RZX, Rain Bird ESP-ME, Rain Bird ESP-ME3, Rain Bird ESP-LXME Gardena Bewässerungssteuerung 4030, Gardena Bewässerungssteuerung 6030, Gardena Steuerteil, Gardena Flex, Gardena Select, Gardena Master, Gardena MultiControl Duo

Toro Precision SoilGardena smart Sensor

Typ Funk-Bodenfeuchtesensor und Frostsensor Funk-Bodenfeuchtesensor (über WiFi)
Kompatibel unter anderem mit folgenden Bewässerungs-Computern Toro Evolution, Toro DDC Gardena smart Irrigation Control, Gardena smart Water Control

Mehrfach-Sensoren

Damit sind Sensoren gemeint, die nicht nur ein, sondern mehrere Gebiete abdecken. Darunter fallen die bereits zuvor unter den Regensensoren vorgestellten Rain Bird WR2 und Hunter WRF-Clik, die beide zusätzlich zum Regensensor auch noch einen Frostsensor beinhalten. Sie setzen nicht nur die Beregnung bei Überschreiten einer bestimmten Regenmenge aus, sondern auch dann, wenn der Boden gefriert. Das gleiche gilt für den Toro Precision Soil, der einen Bodenfeuchtesensor mit einem Frostsensor verbindet.

Noch deutlich weiter geht der Hunter Solar Sync: Er beinhaltet einen Regensensor und einen Frostsensor, setzt die Beregnung also bei Frost und wenn ein bestimmter Schwellenwert an Regen erreicht wird aus. Zusätzlich misst er die Temperatur und die Intensität der Sonnenstrahlung und berechnet daraus die Wasserverdunstung (Evapotranspiration). Anhand dieser meldet der Sensor einmal täglich einen Anpassungswert an den Beregnungscomputer, anhand welchem dieser die Bewässerungsläufe dynamisch anpasst, indem er den saisonalen Anpassungswert verändert. Das bewirkt, dass die Bewässerungsläufe, wenn es weniger warm ist als zur heißesten Zeit des Jahres (= Referenzwert), kürzer ausgeführt werden. Sind also z.B. 3 Bewässerungsläufe mit je 30 Minuten hinterlegt, werden diese dann evtl. nur jeweils 25 Minuten lang ausgeführt. Damit reagiert der Beregnungscomputer somit automatisch auf die zu verschiedenen Jahreszeiten vorherrschenden klimatischen Bedingungen.

Der Hunter X-Core, I-Core und ACC sind für die Nutzung des Hunter Solar Sync vorbereitet und haben die notwendige Programmierung mit integriert. Möchte man den Solar Sync mit anderen Beregnungscomputern nutzen, ist zusätzlich zum Sensor der Erwerb des zugehörigen Programmiermoduls notwendig.

Hunter empfiehlt als Idealszenario den Sensor gemeinsam mit seinem Bodenfeuchtesensor Hunter Soil-Clik zu nutzen, womit zusätzlich zu oben beschriebenem die Bewässerung auch noch bei ausreichend großer Erdfeuchtigkeit ganz ausgelassen würde.

Hunter Solar Sync
Typ Regen-, Frost- und Evaporationssensor
Kompatibel mit folgenden Bewässerungs-Computern Hunter X-Core, Hunter I-Core, Hunter ACC und mit zusätzlichem Programmiermodul mit zahlreichen weiteren Beregnungscomputern.

Diverse weitere Sensoren

Am Markt werden ein paar weitere Typen von Sensoren angeboten, die für Privatanwender in der Regel weniger interessant sind:

  • Windsensoren
  • Frostsensoren
  • Durchflusssensoren
  • Kleine Wetterstationen

Windsensoren messen die Windstärke und setzen die Beregnung bei zu hoher Windstärke aus. Damit wird vermieden, dass durch die vom Wind stark veränderten Wurfweiten Bereiche bewässert werden, die nicht bewässert werden sollen.

Frostensoren wurden ja weiter oben bereits in Kombi-Sensoren vorgestellt. Sie werden auch einzeln angeboten und unterbinden das Bewässern bei Gefahr von Frost.

Durchflusssensoren sind vor allem im professionellen Bereich ein wichtiges Thema. Da man hier nicht ständig vor Ort ist, hat man das Objekt auch nicht ständig im Blick und würde nicht so schnell merken, wenn etwas nicht stimmt. Daher misst der Durchflusssensor, ob sich die Wassermenge, die das System verbraucht, normal verhält. Wenn das nicht der Fall ist und ein bestimmter Grenzwert überschritten wird, dann dreht sich das System automatisch ab, sodass z.B. im Fall eines Wasserrohrbruchs kein weiteres Wasser mehr verloren gehen kann.

In der Landwirtschaft und anderen professionellen Bereichen werden teils sogar eigene kleine Wetterstationen verwendet, um die Bewässerung punktgenau anpassen zu können. Hier beginnen die Kosten bei einigen Tausend Euro.



Verwandtes Thema:

Beregnungscomputer zur Ventilsteuerung

In diesem Beitrag geht es um Bewässerungscomputer zur Steuerung von Magnetventilen. Es werden die wichtigsten am Markt angebotenen Modelle vorgestellt und erklärt, was diese voneinander unterscheidet bzw. auf welche Kriterien beim Kauf eines [...]

2022-06-24T10:42:11+02:00Kategorien: Sensoren, Typen von Sensoren|Tags: , , , |

Teilen Sie diesen Beitrag mit Ihren Freunden und Bekannten!

Nach oben