Wenn einem durch eine Unachtsamkeit oder ein Missgeschick etwas in den Brunnen fällt, sei es die Kiespumpe, das Bohrgestänge oder auch andere Dinge, dann hat man wirklich ein Problem. Man kann versuchen, die Dinge irgendwie zu angeln, das gestaltet sich aber in der Regel sehr schwierig bis aussichtslos, je nachdem wie gut sich das Hineingefallene fassen lässt. Eine andere Möglichkeit, an die man nicht sofort denkt, die mir aber selbst bereits gute Dienste geleistet hat, ist es stattdessen einen Supermagneten zu verwenden.

So ein Supermagnet kann einem sowohl bei Missgeschicken während der Brunnenbohrarbeiten, als auch später, wenn etwas hineinfällt sobald der Brunnen bereits in Betrieb ist, aus dem Schlamassel helfen. Natürlich kann man ihn ebenso gut auch für Bergungen aus anderen tiefen, schlecht einsehbaren und schlecht zugänglichen Stellen verwenden. Bei einem Supermagneten, oder auch Bergemagneten, handelt es sich um einen Neodym-Magneten mit extrem hoher Haftkraft. Im Vergleich zum gewöhnlichen Ferit-Magneten ist diese etwa 10 mal so groß. Der Supermagnet kann damit bereits mit einer kleinen Größe eine extrem große Haftkraft entwickeln und damit zum sehr schwere Dinge heben.

Anwenden kann man ihn bei allen Dingen, die magnetisch sind, also Objekten, die aus Eisen bzw. Stahl  sind, oder zumindest einen Eisenanteil haben. Bei Amazon werden Supermagneten mit einer Haftkraft von 150 bis 400 Kilo angeboten. Ich selbst nutze einen Supermagneten mit 200 Kilo Haftkraft. Der hält auf Ewigkeiten und hat sich bisher immer als ausreichend erwiesen. Ich habe damit auch schon einmal eine doch einige Kilo schwere Kiespumpe aus dem Brunnen geborgen, das ging völlig problemlos im ersten Versuch.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Bergemagneten werden mit angeschraubter Öse verkauft. An die Öse wird einfach ein Seil befestigt, der Magnet ins Brunnenloch heruntergelassen und dann kurz gewartet bis es „Blonk“ macht und der Magnet am zu bergenden Objekt angedockt hat. Anschließend wird der Magnet samt angedocktem Gegenstand wieder herausgezogen.

Herablassen eines Bergemagneten ins Brunnenrohr

Wie bekommt man das geborgene Objekt nun vom Magneten ab, wenn dieser eine so hohe Haftkraft hat? Das macht man indem man den Magneten vorsichtig über die Seite des Objektes hinweg verschiebt und dann abzieht. Das funktioniert, da er seitlich eine viel geringe Haftkraft hat. Trotzdem sollte man mit solchen Magneten immer sehr aufmerksam und vorsichtig arbeiten und andere magnetische Dinge, die einem beim Arbeiten versehentlich in die Quere kommen könnten, vorsorglich vor Beginn der Arbeiten entfernen. Ich würde empfehlen, immer auch Handschuhe zu verwenden, denn sehr leicht könnte man sich die Haut einzwicken, wenn man unachtsam ist und zwischen Magnet und magnetischen Gegenstand kommt. Bei sorgsamen Umgang kann man aber ohne größere Bedenken mit so einem Magneten arbeiten, ich hatte bisher noch keinerlei Unfälle.

Supermagneten kauft man am einfachsten bei Amazon, wo sie von einer Reihe von Anbietern angeboten werden. Sie kosten zwischen 20 und 40 Euro, je nach Haftkraft. Da gab es in den letzten Jahren einen extremen Preisverfall, ich musst für meinen 2013 noch 90 Euro zahlen.

Letzte Aktualisierung am 14.01.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API